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in Wasserburg am Inn !
[Artikel vom 13.01.2026]
Peter Ludwig übergibt sein fotografisches und filmisches Werk der Stadt
Nach der Pandemie „türmte sich vor mir sehr viel Zeit auf“. Peter Ludwig nutzt diese u.a. um seine in rund 20 Jahren entstandenen Foto- und Filmwerke zu sichten, zu ordnen und zu sichern.
Er fasst den Entschluss, die durch sein Schaffen entstandene Dokumentation der Stadt, der hier lebenden Menschen und der Kulturszene dem Archiv zu übergeben, damit diese Zeitzeugnisse dauerhaft erhalten bleiben. Beim öffentlichen Verwahrer ist nun die Nutzung des Bestands möglich.
Fotografie
Der Kunstschaffende, eigentlich als Pianist, Komponist und Arrangeur bekannt, hat Wasserburg vielschichtig dokumentiert: Als Fotograf offenbart das Werk eine teils poetisch anmutende Beziehung zur Stadt und zu seinen Bewohnern. Die Fotokunst Ludwigs ist inspiriert von dem Zusammenspiel des Lichts mit seiner Umgebung. Auch schemenhafte Darstellungen und Kompositionen zur Inszenierung des Altstadtensembles interessieren den Kulturpreisträger des Landkreises Rosenheim.
Neben der in seinen Fotokunstwerken häufig eingesetzten Langzeitbelichtung ist Peter Ludwig allerdings auch nüchterner, aufmerksamer und einfühlsamer Dokumentar. Er ist in Stadtvierteln unterwegs, dokumentiert die Fest-, Veranstaltungs- und Kulturszene oder auch Baustellen:
Film
„Also besorgte ich mir die erste richtige Kamera und nahm alles auf, was sich bewegte“ – Der erste Film Wasserburg mon amour aus dem Jahr 2009 zeigt, wie Peter Ludwig die Stadt und ihre Umgebung wahrnimmt – auch wie er sich selbst hierin bewegt – rückwärts oder vorwärts. Dabei tritt der Raum in Beziehung zu seiner Musik. Es entsteht eine Komposition in Bild und Ton – eine Rückkopplung seines eigentlichen Schaffens als Musiker im baulichen Ensemble und in der Stadtgesellschaft oder umgekehrt.
Mit weiteren Dokumentationen (Zauberer in Wasserburg, 2015; Wasserburg – Offene Stadt, 2014; Corona Wasserburg 2020, 2021 u.a.) zeigt Ludwig die Vielfalt der Kulturszene oder den Stillstand während der Pandemie.
Als Dramaturg ist er fasziniert davon „seine eigenen Irrealitäten“ schaffen zu können. Einige seiner Spielfilmproduktionen (z.B. Désolé, Drama 2016; Blind Date, 2019 u.a.) erregen überregional Aufmerksamkeit.
Zuletzt und bisher noch unveröffentlicht dokumentiert Peter Ludwig 2025 das Schaffen des Antiquars Reto Feurer und blickt in einem Interview zurück auf die 24-jährige Dienstzeit des Bürgermeisters Michael Kölbl.
Amtsblatt der Stadt Wasserburg a. Inn sind die Wasserburger Heimatnachrichten