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Ehrungen und Auszeichnungen

Besondere Würdigungen der Stadt Wasserburg a. Inn

Ehrenbürger

Die Verleihung des Ehrenbürgerrechts ist die höchste Auszeichnung einer Gemeinde. Grundlage ist der Artikel 16 in der Bayerischen Gemeindeordnung. Darin heißt es: „Die Gemeinden können Persönlichkeiten, die sich um sie besonders verdient gemacht haben, zu Ehrenbürgern ernennen“. Die Ehrenbürgerwürde als höchstpersönliches Recht wird durch den Gemeinde- bzw. Stadtrat verliehen und erlischt mit dem Tod.

Im Historischen Lexikon finden Sie eine Auswahl von Biographien verstorbener Ehrenbürger (Die Seiten befinden sich noch im Aufbau).

Gegenwärtig tragen die Ehrenbürgerwürde in Wasserburg:

Josef Anton Meggle (seit 2006)

Auszug aus der Wasserburger Zeitung vom 19.05.2006:

Heimat wird gelebt und geliebt

Was ist eigentlich die Voraussetzung um Ehrenbürger zu werden? Laut Gemeindeordnung muss man sich um seine Gemeinde besonders verdient gemacht haben. "Und das trifft in diesem Fall ohne Zweifel zu", so Bürgermeister Michael Kölbl bei der Verleihung der Ehrenbürgerwürde an Josef Anton, genannt Toni, Meggle III. Einstimmig hatte der Stadtrat beschlossen, Toni Meggle die Ehrenbürgerwürde zu verleihen.

Nicht nur, weil der Unternehmer aus einer Firma mit 400 Arbeitsplätzen und 40 Millionen Euro Jahresumsatz eine Firma mit 900 Arbeitsplätzen und rund 540 Millionen Euro Jahresumsatz machte. Er trägt auch die soziale Verantwortung für seine Mitabeiter. Einen Betriebsrat gab es bei Meggle lange bevor der vorgeschrieben war, ebenso eine betriebliche Altersversorgung. Und die vom Vater schon begonnene Antoniussiedlung, in der Meggle-Mitarbeiter günstigen Baugrund bekamen, hat Toni Meggle noch ausgebaut.

Dazu kam und kommt das Engagement für andere. «Und ich beschränke mich hier mit einer Ausnahme auf Wasserburg», schickte Kölbl voraus. Der Kinderschutzbund hat in Toni Meggle seit Langem einen Förderer, ohne seine Unterstützung wären weder die Geschäftsstelle auf der Burg noch die Beteiligung am Familienzentrum in der Burgau möglich.

Die Feuerwehr Attel-Reitmehring unterstützt Meggle immer wieder, er ist dort Ehrenmitglied. Der Arbeitskreis 68, die Stiftung Attl und auch die Stadtkapelle - die selbstverständlich für die Musik zur Feier sorgte - haben in Meggle einen Mäzen, ebenso wie der Behindertenreitsport, den Meggle bis hin zu Teilnehmern der Paralympics unterstützt. "Für Sie ist Heimat kein leerer Begriff, sie wird gelebt und geliebt", so Kölbl.

"Ich weiß diese Ehre bei Gott zu schätzen, es ist ein einschneidenes, eindringliches Erlebnis. Schließlich ist Wasserburg nicht irgendeine Stadt, sondern eine mit einer großen, reichen Geschichte - und hoffentlich einer guten Zukunft", so Meggle. Er stünde allerdings nicht hier, hätte er nicht "Gefolgschaft" gefunden. Das gelte sowohl für die Familie - Meggle und seine Frau Marina heirateten am Ort der Feier, im kleinen Rathaussaal - als auch in der Firma. (S. Hampel)

Ulrich Bauer (seit 2012)

Auszug aus der Wasserburger Zeitung vom 2. August 2012:

Ulrich Bauer ist Ehrenbürger

Ulrich Bauer hört aufmerksam zu, als Bürgermeister Michael Kölbl die Urkunde verliest, mit der Bauer zum Ehrenbürger der Stadt ernannt wurde. Die Ehrenbürgerwürde ist die höchste Auszeichnung, die eine Kommune vergeben kann - und die Stadt Wasserburg geht damit traditionell sparsam um. So ist Ulrich Bauer aktuell neben Dr. Martin Geiger und Toni Meggle der dritte Ehrenbürger. Besondere Verdienste um die Stadt sind laut Bayerischer Gemeindeordnung die Voraussetzung für die Verleihung der Ehrenbürgerwürde. Die habe Ulrich Bauer, da sei sich der Stadtrat einig gewesen, so Bürgermeister Michael Kölbl. Und das gleich in mehrerlei Hinsicht: Als erfolgreicher Unternehmer, großzügiger Unterstützer und Förderer im caritativen, kulturellen und sportlichen Bereich und nicht zuletzt als langjähriger Stadtrat.

1972 übernahm Ulrich Bauer, nach der plötzlichen schweren Krankheit des Vaters, die Molkerei mit damals 200 Mitarbeitern. Damit begann eine "sehr erfolgreiche Epoche", so Kölbl, bis heute wuchs die Molkerei Bauer auf 600 Mitarbeiter in Wasserburg, 1000 in Deutschland. Allein in Wasserburg werden pro Jahr 200 Millionen Kilo Milch zu Joghurt, Käse und mehr verarbeitet. Deutschlandweit macht die Molkerei Bauer eine Milliarde Euro Umsatz. Angesichts dieser Zahlen dürfe man nicht vergessen, so Kölbl, dass 600 Mitarbeiter und 850 Milchlieferanten in der Region auch heißen, dass 600 und 850 Familien vom wirtschaftlichen Erfolg der Molkerei abhängen. Dazu habe Bauer auch durch die Investitionen im Betrieb Geld in der Stadt und der Region gelassen.

Traditionell ist Bauer sozial engagiert, unterstützt immer wieder die verschiedensten Gruppen und Vereine in der Stadt und darüber hinaus. Zudem ist Bauer als Sponsor im kulturellen Bereich engagiert, unterstützte den Arbeitskreis 68 ebenso wie den Bachchor oder die "musikalischen Samstage". "Und die Wasserburger Basketball-Damen wären ohne den Großsponsor Bauer nicht fünfmal in Folge deutscher Meister und dazu noch einige Male Pokalsieger geworden", so Kölbl. Mittlerweile kümmert sich Bauer um den Basketball-Nachwuchs, sorgt für ein gutes Fundament der ersten Mannschaft.

Von 1972 bis 2001 war Ulrich Bauer Mitglied des Wasserburger Stadtrates, sechs Jahre lang auch Fraktionsvorsitzender der CSU. Er habe sich trotz der beruflichen Belastung immer Zeit genommen für das kommunalpolitische Ehrenamt, so Kölbl, habe ausgesprochen engagiert als Stadtrat für seine Heimatstadt gearbeitet und sei dennoch in seinen Äußerungen und Argumenten sachlich und nüchtern geblieben. Es habe ihn schon verblüfft, so der Bürgermeister, dass Ulrich Bauer selber der Auffassung sei, er habe in der Zeit als Stadtrat am meisten für Wasserburg bewirkt.

Da er einen ausgeprägten Hang zur Selbstkritik habe, sei er von Kölbls Anruf hin- und hergerissen gewesen, bekannte Ulrich Bauer, und habe sich überlegt, was er getan habe, um diese Ehrung zu verdienen.

In den Familienbetrieb, die Molkerei, sei er hineingeboren worden, so Bauer, den möglichst erfolgreich zu führen habe er als selbstverständlich betrachtet. Sponsoring in Kultur oder Sport könne man letztlich auch als Werbung sehen. "Soziale und caritative Betätigung sehe ich als Pflicht eines wohlhabenden Bürgers."

Die Stadtratsarbeit aber, die habe ihm einiges abverlangt und habe ihn immer fasziniert. Das zeitliche Opfer habe nicht nur er bringen müssen, so Bauer, sondern vor allem auch seine Frau Edith, die oft auf ihn verzichten musste, ihm aber nicht nur da den Rücken freihielt und ihn mit ihrem diplomatischen Geschick unterstützte.

Die Milchwirtschaft, die habe er von Kindesbeinen an miterlebt, das Stadtratswissen habe er oft mühsam erlernen müssen, gab Bauer zu. Er habe in seiner Zeit als Stadtrat manch deftige Niederlage eingesteckt, erinnerte sich Bauer schmunzelnd, sei aber immer mit viel Elan dabei gewesen und bis heute höchst interessiert. (S. Hampel)

Joseph-Heiserer-Medaille

"Die Stadt Wasserburg a. Inn kann natürlichen Personen in Würdigung ihrer besonderen Verdienste um das Ansehen der Stadt Wasserburg a. Inn und das Allgemeinwohl ihrer Bürger als Ausdruck des Dankes und sichtbarer Anerkennung die Joseph-Heiserer-Medaille verleihen", heißt es in der Satzung zur Schaffung und Verleihung der Joseph-Heiserer-Medaille.

Die Medaille ist eine Silbermünze mit dem Portrait Joseph Heiserers und dem Wappen der Stadt. Gleichzeitig werden eine Urkunde und eine Anstecknadel überreicht. Die Medaille wird in der Regel einer Person jährlich bei einer Feierstunde im Rahmen einer Stadtratssitzung verliehen und stellt damit eine ganz besondere städtische Würdigung dar.

Joseph-Heiserer war von 1819 bis 1858 Stadtschreiber von Wasserburg.

Mit der Joseph-Heiserer-Medaille geehrte

  • 2007: Pfarrer Bernd Joa, welcher der Stadt eine umfangreiche Sammlung kunst- und kunsthandwerklicher Gegenstände aus der Geschichte Wasserburgs überlassen hat
  • 2008: Gabriele Brei und Hans Brei, Wegbereiter des Erfolgs der Basketball-Damen im TSV Wasserburg mit 11-maliger Deutscher Meisterschaft
  • 2009: Hanns Airainer, langjähriger ehrenamtlicher Betreuer der Bildbestände im Stadtarchiv
  • 2010: Ferdinand Steffan M.A., langjähriger Leiter des Museum Wasserburg und Kreisheimatpfleger
  • 2011: Bert Lindauer, langjähriger ehrenamtlicher Organisator des Wasserburger Adventsingen
  • 2012: Witgar Neumaier (+), Initiator und Gründer des Bierkellermuseums in den Wasserburger Bierkatakomben
  • 2013: Willy Reichert, überregional bekannter Kunstmaler, der Wasserburg tausendfach in Bildern festgehalten hat
  • 2014: Doris "Dorle" Irlbeck (+),Organisatorin u.a. des Krippenweges und vielfältiges kulturelles Engagement
  • 2015: Prof. Klaus Kaufmann, Organisator des Wasserburger Klaviersommer
  • 2019: Erich Baumgartner, federführender Organisator des Bürgerspiels ab 2000, Gründer des Förderverein Freunde Maria Rast und Wegbereiter der Städtepartnerschaft mit Cugir
  • 2020: Claudia Geiger, langjährige ehrenamtliche Organisatorin der Wasserburger Volksmusiktage

Sportehrenpreis

Der Sportehrenpreis der Stadt Wasserburg a. Inn wird im Rahmen des alljährlichen Fest- und Ehrenabend des Wasserburger Sports im Historischen Rathaussaal verliehen. Den Sportehrenpreis gibt es seit 1990. Mit der Anerkennung in Form eines Stadtlöwen aus Porzellan und einer Urkunde würdigt die Stadt die Vorbildfunktion von Sportlern und Sportverantwortlichen.

Der Sport- und Ehrenabend des Wasserburger Sports wird gemeinsam mit dem TSV 1880 Wasserburg e.V. veranstaltet. Im Rahmen des Festabends werden durch den TSV auch langjährige Mitarbeiter und Sportler für beachtliche Leistungen geehrt.

Preisträger des Sportehrenpreises

  • 1990: Alfred Schubeck, Leichtathletik
  • 1991: Jörg Prantl, Basketball
  • 1992: Hans Hain, Fußball
  • 1993: Bernhard Kelm, Leichtathletik
  • 1993: Philipp Schlosser, Schach
  • 1994: Gerhard Chucholl, Versehrtensport
  • 1995: Bernd Motzkus, TSV (Ehrung posthum)
  • 1996: Sofia Joa, Damen-Gymnasik
  • 1997: Gabriele Brei und Hans Brei, Basketball
  • 1998: Karl Zenger, Radsport
  • 1999: Harald Haberl, Tischtennis
  • 2000: Walter Chucholl, Leichtathletik
  • 2001: Walter Kurzbuch, Leichtathletik
  • 2002: Werner Altinger, Fußball
  • 2003: Anne Breitreiner, Basketball
  • 2004: Gabi Kutscherauer, Leichtathletik
  • 2005: Helmut Samer, Breitensport, Schäffler
  • 2006: Hermann Dresp, Tennis
  • 2007: Johanna Höcketstaller, Leichtathletik
  • 2008: Helmut Pscherer, TSV-Vorsitzender
  • 2009: Harald Hartinger, Fußball
  • 2010: Christian Fußstetter, Taekwondo
  • 2011: Josef Schneider, Schützenverein Wagnerwirt
  • 2012: Rudolf Pendi, Fußball, Stadtgarde, Schäffler
  • 2013: Veronika Amann und Franz Amann, Tischtennis
  • 2014: Lukas Koller, Leichtathletik
  • 2015: Theresa Neugebauer, TSV
  • 2016: Rosi Kroner, Stadtgarde
  • 2017: Johanna Windmaier, Leichtathletik
  • 2018: Dominik Haas und Leo Haas, Fußball
  • 2019: Svenja Brunckhorst, Basketball

Wasserburger Sanierungs- und Fassadenpreis

Eine Fassade ist die Visitenkarte jedes Hauses. In Wasserburg gibt es erfreulicherweise viele gute Beispiele von denkmalschutzgerechten Sanierungen. Ganz besonders gelungene Projekte werden seit mehreren Jahren mit dem Fassadenpreis ausgezeichnet. Ein spezielles Augenmerk wird hierbei auf die Gestaltung generell, die Einbindung in das Umfeld, die Maßstäblichkeit, die Höhenentwicklung und Dachlandschaft sowie die Materialität gelegt.

Die Preisträger erhalten eine Keramik-Kachel mit dem Wasserburger Löwen, die an der Fassade angebracht werden kann.

Mit dem Fassadenpreis ausgezeichnete Projekte

  • 2011: Ledererzeile 2
  • 2012: Nagelschmidgasse 2
  • 2015: Sedlmaiergasse 6

Fotos der ausgezeichneten Projekte

Wasserburger Löwe

Der Wasserburger Löwe ist ein Wanderpreis, der alljährlich im Rahmen der Wasserburger Volksmusiktage an junge Nachwuchsmusiker verliehen wird. Bereits seit 1975 wird jeweils an eine Musik- und an eine Singgruppe der Preis in Form eines Löwen aus Keramik verliehen. Die Jury ist professionell besetzt und der Preis in Fachkreisen hoch anerkannt.

Beim alljährlichen Jugendsingen um den Wasserburger Löwen ist es immer wieder eine Freude zu erleben, mit wie viel Begeisterung, Schwung und erstaunlichem Können die jungen Musikanten die heimische Volksmusik bereichern.

Straßennamen

In jedem Ort sind Straßen und Plätze auch nach bedeutenden Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens benannt. Die Benennung einer Straße stellt eine ganz besondere Möglichkeit dar, Menschen posthum zu würdigen. Auch in Wasserburg erinnern zahlreiche Straßenbezeichnungen an bedeutende Personen, die hier in der Vergangenheit gelebt oder gewirkt haben.

Im Historischen Lexikon werden Geschichte und Herkunft vieler Straßennamen erläutert.

Goldenes Buch

Wie die meisten Städte führt auch Wasserburg ein Goldenes Buch, in dem sich Ehrengäste während eines Besuchs eintragen dürfen. Spezielle Vorgaben, wer hierzu zählt, existieren nicht. Meist sind es prominente Persönlichkeiten oder bedeutende Politiker. Auch die Basketball-Damen des TSV Wasserburg haben sich nach den Siegen der Deutschen Meisterschaft hier jeweils mit ihrer Unterschrift verewigt.

Ehrung Ehrenamtlicher

Einmal im Jahr lädt die Stadt Wasserburg Vertreter von allen Vereinen, Verbänden und sozialen Organisationen zu einem Treffen. Jedes Jahr wird dabei mehreren Personen, die sich ehrenamtlich besonders engagiert haben, ein Dank ausgesprochen. Die dabei verliehene Urkunde und ein kleines Präsent sind zwar kein richtiger "Preis", aber eine schöne Geste und eine wichtige öffentliche Würdigung deren Tätigkeit für Stadt und Gesellschaft. Seit 2005 wurde rund 80 Personen so "Danke" gesagt.

Vorschläge aus den Reihen der Vereine sind jederzeit Willkommen.