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Waldbegehung Gehetsberg bei Babensham

[Artikel vom 24.06.2026]

Nachhaltiger Waldumbau im Fokus: Stadt informiert sich vor Ort
Wie sieht die Zukunft des Stadtwaldes aus? Dieser Frage gingen bei einer gemeinsamen Waldbegehung Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung und Forstwirtschaft nach. Im Mittelpunkt stand dabei der nachhaltige Umbau der städtischen Wälder hin zu klimaresistenten Mischwäldern.
 
Treffpunkt der Waldbegehung war am vergangenen Montag, den 22. Juni 2026 der Parkplatz beim Huberwirt an der Schönen Aussicht. Von dort aus machten sich 21 Teilnehmerinnen und Teilnehmer, darunter Erster Bürgermeister Bastian Wernthaler, Mitglieder des Stadtrates, Vertreter der Stadtverwaltung sowie Fachleute des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim, gemeinsam auf den Weg in den Walddistrikt Gehetsberg bei Babensham. Das Waldgebiet gehört zur Heiliggeist-Spitalstiftung der Stadt Wasserburg.
 
Nach der Begrüßung durch den Ersten Bürgermeister stellte Marius Benner, stellvertretender Behördenleiter und Bereichsleiter Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Rosenheim, die vorbildliche Bewirtschaftung der Wälder der Stadt und der Spitalstiftung heraus. Besonders lobte er die enge und konstruktive Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung. Anschließend führte Förster Tobias Büchner durch das Programm und erläuterte die aktuellen Herausforderungen und Maßnahmen im Stadtwald.
 
Ein Schwerpunkt war der nachhaltige Waldumbau. Ziel ist es, bestehende Nadelwaldbestände schrittweise in stabile und vielfältige Mischwälder umzuwandeln. Vor allem die Fichte verliert aufgrund des Borkenkäferbefalls an Bedeutung. Stattdessen werden verstärkt heimische Baumarten gepflanzt, die den Anforderungen des Klimawandels besser gewachsen sind. Dabei wurde deutlich, dass ein Waldumbau zwar langfristig geplant werden kann, die tatsächliche Umsetzung aber stets von den natürlichen Gegebenheiten abhängt. „Man muss mit dem Wald arbeiten und nicht gegen ihn“, lautete eine zentrale Botschaft der Fachleute.
 
An mehreren Stationen wurden verschiedene Entwicklungsstadien des Waldumbaus vorgestellt. Gezeigt wurden sowohl frisch bepflanzte Flächen als auch Bestände mit bereits mehrere Jahre alten Jungbäumen. Dabei spielte auch die Zusammenarbeit mit den örtlichen Jägern eine wichtige Rolle. Denn nur bei angepassten Wildbeständen können junge Bäume erfolgreich heranwachsen. Besonders eindrucksvoll war für viele Teilnehmende der direkte Vergleich zwischen einem von der Spitalstiftung bewirtschafteten Waldstück und einem benachbarten Bestand. Dort wurde sichtbar, wie gezielte Pflegemaßnahmen mehr Licht auf den Waldboden bringen und so die natürliche Verjüngung fördern.
 
Die Waldbegehung vermittelte eindrucksvoll, wie viel Fachwissen, Geduld und langfristiges Denken hinter einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung stehen. Zum Abschluss bedankte sich Bürgermeister Wernthaler bei allen Beteiligten. Besonders hob er das Engagement von Förster Tobias Büchner hervor und zeigte sich beeindruckt vom Zustand und der Entwicklung des Stadtwaldes. Bei einer gemeinsamen Brotzeit im Huberwirt klang der Nachmittag in geselliger Runde aus. Die positive Resonanz machte deutlich: Weitere Waldbegehungen werden sicherlich folgen.