Stadt Wasserburg am Inn

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Insektenfreundliche Blühflächen

Die Zahlen von Schmetterlingen, Wildbienen, Heuschrecken und Käfer nehmen in unserer Kulturlandschaft rapide ab. Die Stadt Wasserburg versucht, die zahlreichen öffentlichen Grünflächen, Straßen- und Wegränder sowie die Außenanlagen der städtischen Gebäude möglichst ökologisch zu bewirtschaften. Die Flächen werden inzwischen zu einem großen Teil extensiv bewirtschaftet. Auf den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln wird generell verzichtet.

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche neue Blühflächen geschaffen. Weil viele Wildblumen eher nährstoffarme Standorte bevorzugen, wurde an einigen Standorten sogar die oberste Bodenschicht gegen mageres Substrat ausgetauscht, ehe spezielle, standortgerechte Saatmischungen ausgebracht wurden. Die Stadtgärtnerei hat dabei bewusst mit verschiedenen Samenmischungen experimentiert, um möglichst vielfältige Lebensräume zu schaffen.

Grundsätzlich bedarf es zur Förderung der Insekten- und Pflanzenvielfalt nicht immer auf jeder Fläche einer Ansaat. Gerade alte Wiese und krautige Brachflächen sind von großer Bedeutung für seltene und spezialisierte Insekten. Eine extensivere Mahd, keine Düngung sowie Abfahren des Schnittgutes sind hier oft das beste Mittel zur Schaffung und den Erhalt artenreicher Lebensräume.

    Ob Ansaat oder Entwicklung einer Bestandsfläche: Vielfach ist Geduld gefragt, weil sich Blühflächen oft erst im Laufe viele Jahre ausbilden. Wichtig ist auch zu wissen, dass keine Wiese über Monate durchblüht und die Pfllanzen ausreichend Zeit für die Ausbildung von Samen benötiten. Aber auch dann soll und darf nicht sofort gemäht, auch wenn es in den Augen so manches Betrachters vielleicht "gschlampert" ausschaut.

    Für Ihre Bemühungen ist die Stadt Wasserburg 2019 vom Bezirk Oberbayern als "Bienenfreundliche Gemeinde" ausgezeichnet worden.

    Beispiele städtischer Blühflächen

    • Grünfläche Kaspar-Abilinger-Platz: Bestandsfläche vornehmlich Margeriten, ergänzt mit Narzissen
    • Randstreifen Parkplatz unter der Rampe: Bestandsfläche versehen mit Frühjahrsblühern; Trennstreifen zwischen den Parkbuchten: Abmagerung durch Bodenaustausch, Sommerblüher
    • Am Ziegler entlang Allee: Bestandsfläche, Ausgleichsfläche für Eingriff im Zusammenhang mit der Bebauung Am Ziegler, spezielle Bienenweide, Artenauswahl auszugsweise: Wilde Möhre, Wegwarte, Königskerzen, wilde Malven, Minze, verschiedene Kleearten, Johanniskraut
    • Kreisverkehr Gabersee: Bestandsfläche ergänzt mit Frühjahrsblühern, vornehmlich Krokussen
    • Fläche zwischen Münchner Straße und Bgm.-Neumeier-Straße: Ansaat einer „Verkehrsinselmischung“, das hießt niedriger Aufwuchs um die Sichtverhältnisse nicht zu beeinträchtigen. 50 % Gräser und 50 % Blumen, dabei ca. 40 Arten enthalten, beispielsweise: Schafgarbe, Kamille, Kleearten, Ringelblume, Glockenblume, Kornblume, Nelken, Johanniskraut, Margeriten, Klatschmohn, Klappertopf, Salbei
    • Randstreifen beidseitig an der Münchner Straße zwischen den Kreisverkehren: Ansaatz einer "Verkehrsinselmischung"
    • Attel, Grünfläche am Ende der Benediktiner Straße: Ansaat von Frühjahrsblühern (Krokusse, Winterlinge, Märzenbecher und Schneeglöckchen)
    • Kreisverkehre Watzmannstraße und Molkerei-Bauer-Straße: Bestandsfläche bepflanzt mit Frühjahrsblühern (Krokusse, Winterlinge, Narzissen…)
    • Straßenbegleitgrün Am Burgfrieden (Wildbirnen und Wildkirschen): Abmagerung durch Bodenaustausch, Artenauswahl: Schafgarbe, Glockenblume, Wilde Möhre, Odermenning, Löwenzahn, Margariten, Klatschmohn, Spitzwegerich, Salbei, Lichtnelken, verschiede Kleearten
    • Grünflächen bei Opel Weber, gegenüber Gymnasium, Kellerstraße und Schmerbeckstraße: Neuanlage mit Frühjahrsblühern
    • Verkehrsinseln im Einmündungsbereich Äußere Lohe/Staatsstraße: Abmagerung durch Bodenaustausch nicht erforderlich, Einsaat Verkehrsinselmischung
    • Ortsstraße Äußere Lohe: Bestandsfläche, gestaltet als Blumenwiese
    • öffentliche Grünfläche im Bereich der Eichen an der Hermann-Schlittgen-Straße: Entwicklung zum Blumenrasen
    • Fläche südlich des Hesseweihers: Entwicklung zu einer extensiven Heuwiese
    • Inndamm: wird bereits seit dem Bau 1987 extensiv bewirtschaftet und nur 1x jährlich (Ende Juli/Anfang August) gemäht.