Stadt Wasserburg am Inn

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Busstop

Vom 10. Oktober 2020 bis zum 6. Januar 2021 zeigt das Museum Wasserburg großformatige Gemälde, Fotomontagen, Grafiken und Zeichnungen des Malers Stefan Scherer

Die Ausstellung BUSSTOP führt zum einen durch Architekturmalereien der Stadt Wasserburg als Lebensmittelpunkt, Heimatort und Haltestelle, zum anderen durch eine materialhafte Bilderwelt des Malers und seines urbanen Lebensgefühls.

Für Stefan Scherer ist die Stadt Wasserburg einer der vielen metaphorischen Busstops auf seinem Lebensweg zwischen Zürich und Hamburg, München und Westerland. Vor zwanzig Jahren ausgestiegen, ist die Haltestelle Wasserburg inzwischen seine Heimat. Der Busstop, die Haltestelle als Gleichnis und Standort seines Lebensmittelpunktes Wasserburg ist für den Maler bis heute die bestimmende Perspektive.

Wie der Busreisende auf seinen fotografischen Raubzügen durch ihm unbekannte Altstädte näherte sich Stefan Scherer über Jahre hinweg in Architekturmalereien, Fotomontagen, Graphiken und Zeichnungen seiner Stadt, ihrer Schönheit und ihrem Klischee – und, wie der Künstler selbst sagt, immer ein wenig getrieben von der Unruhe der nächste Bus könnte gleich oder überhaupt nicht mehr kommen. Gleichzeitig entwickelte Scherer in einem kontrastierenden Lebensgefühl zur „lebensberuhigten Zone Wasserburg“ abstrakte, großformatige und materialhafte Arbeiten auf modernem Acrylglas.

www.museum.wasserburg.de

Begleitprogramm

Spurensuche – Führung durch die Ausstellung BUSSTOP

Sonntags, 25.10. um 16 Uhr, 15.11. um 16 Uhr und 13.12. um 17 Uhr

Das Museumsteam führt durch die Ausstellung, gibt Hinweise zu den Entstehungsorten der Bilder, verwendeten Materialien und Interpretationen.

Anmeldung mit Namen erforderlich unter: 08071 925290

Die Führung kann auch gebucht werden. Bis zu acht Teilnehmer sind möglich.

Der Künstler

Stefan Scherer wurde 1955 im westfälischen Ochtrup geboren, erlebte seine Kindheit in Münster und seine Jugend in der Schweiz. In den 1970er Jahren besuchte er in Zürich die dortige Kunstgewerbeschule und begann im Anschluss dort eine journalistische Ausbildung.

Zurück in Deutschland durchlief er den Studiengang für Klavier an der Munich-Jazzschool in München und nahm kurz danach mit der Übersiedlung nach Hamburg eine Beschäftigung als festangestellter Kulturjournalist auf. Parallel dazu arbeitete er als Dozent in der Ausbildung zur psychoanalytischen Kunsttherapie.

Mitte der 1980er kehrte Scherer nach München zurück und widmete sich von da an verstärkt der bildenden Kunst. 1997 zog er, inzwischen verheiratet und Vater von vier Kindern, mit seiner Familie nach Westerland auf Sylt und von dort im Jahre 2001 nach Wasserburg am Inn.

Hier war er acht Jahre Kurator des Wasserburger Kunstvereins AK68, ist zurzeit Vorstand der NEUEN GRUPPE im Haus der Kunst in München und Mitglied des dortigen Künstlerverbundes.

Scherer arbeitet und unterrichtet bis heute in seinem Atelier in der Wasserburger Altstadt, macht und kuratiert Ausstellungen, schreibt Kunstrezensionen und Katalogbeiträge. Zahlreiche seiner Werke befinden sich in Privatbesitz oder sind Teil der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen.

In Wasserburg selbst finden sich seine Gemälde im Wasserburger Bürgerhaus, im Stechl Keller sowie in der RoMed Klinik Wasserburg, deren Treppenhaus er ebenfalls gestaltete. Mit Malereien und Objekten begleitete er zahlreiche Projekte an Wasserburger Schulen, wie unter anderem den stählernen Papierflieger „Aquaplan“ in der Aula der Wasserburger Realschule. Als Grafiker entwarf Stefan Scherer das Logo des Wasserburger Kulturvereins und des Wasserburger Frühlingsfestes.

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