Stadt Wasserburg am Inn

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Schulberatung

Um das Zusammenleben an der Schule und die Zusammenarbeit mit den Elternhäusern zu fördern und zu unterstützen, stehen für unser Haus Frau Wernthaler als Schulpsychologin, Frau Boesmiller-Maierhofer als Beratungslehrerin und ein Sozialpädagoge (diese Stelle wird im September 2020 neu besetzt) der "Jugendarbeit an Schulen (JaS)" zur Verfügung.

Die Schulpsychologin Frau Wernthaler und die Beratungslehrerin Frau Boesmiller-Maierhofer sind zum einen erfahrene Lehrkräfte in den verschiedenen Jahrgangsstufen, zum anderen haben sie zusätzlich ein abgeschlossenes Universitätsstudium in ihrer jeweiligen Fachrichtung absolviert und sind somit Experten für Fragen rund um das Schulsystem und Schullaufbahnentscheidungen sowie für pädagogisch-psychologische Fragestellungen.  

 

Telefon-Sprechzeiten

Frau Wernthaler (Schulpsychologin):

  • dienstags von 9.40 bis 10.25 Uhr

Telefon: 08039 90939366

 Schulberatung(@)gmsrott.de

 


Frau Boesmiller-Maierhofer (Beratungslehrerin):

  • montags von 10.00 bis 13.00 Uhr
  • donnerstags von 11.30 bis 12.15 Uhr

Telefon: 08071 1033848

maierhofer(@)gs-wasserburg.de

 

 

Frau Funk (Schulsozialarbeiterin):

  • montags bis donnerstags an unserer Schule

Telefon: 08071 9035522


funk(@)startklar-soziale-arbeit.de

 

 

Unterstützungs- und Hilfsangebote zum Schwerpunkt Angst und Depression

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,

 

in Kooperation mit dem Schulamt Rosenheim und dem Schulpsychologie-Team für Stadt und Land­kreis Rosenheim möchten wir Sie als Ihre zu­stän­dige Schule zu Unter­stüt­zungs- und Hilfs­an­ge­boten näher informieren. Außerdem möch­ten wir Ihnen Kon­takt­mög­lich­keiten all­ge­mei­ner Art für psy­chi­sche Er­kran­kun­gen und spe­zi­ell für den The­men­schwer­punkt Angst und De­pres­sion anbieten.

 

M. Repert, BRin                              S. Obermaier, Rin

stellv. Team Schulpsychologie                                               Schulleitung

 

 

 

 

„Angst haben wir alle. Der Unterschied liegt
in der Frage wovor.“ (Frank Thiess)

 
 


Weitere Informationsmöglichkeiten:

 

-          „Nummer gegen Kummer“:
anonym und kostenfrei, auch Onlinebera­tung (für Kinder/Jugendliche -> 116111,
für Eltern & Co ->
0800 – 111 0 550)
www.nummergegenkummer.de

 

-          „Telefonseelsorge“:
24 Stunden Beratung täglich, kostenfrei, auch Mail und Chat (0800 – 1110111)
www.telefonseelsorge.de

 

-          „Stiftung Deutsche Depressionshilfe“:
(u.a. online-Foren)
www.deutsche-depressionshilfe.de

 

-          Online-Beratungsangebot für Jugendliche der Bundeskonferenz für Erziehungs­bera­tung:

www.bke-beratung.de

 

-          Kinderärzte und Fachärzte für Kinder- und Ju­gend­psychiatrie:
www.kvb.de/service/arztverzeichnis

 

-          Krisendienst Psychiatrie:
24 Stunden täglich, Soforthilfe in der Nähe, je nach Bedarf telefonisch, vermittelnd, mobil vor Ort  (0180 - 6553000)

www.krisendienst-psychiatrie.de

 

-          Staatliche Schulberatung Bayern:

grund­sätzliche Informationen, für den Rosenheimer Bereich ist Ober­bay­ern-Ost zuständig.

www.schulberatung.bayern.de

-          jeder Lehrer, jede Lehrerin Ihres Vertrauens

-          die Beratungslehrkraft der Schule

-          die zuständige Schulpsychologin, der zu­stän­dige Schulpsychologe

-          die Jugendsozialarbeit an der Schule

-          die staatliche Schulberatungsstelle

-          Ihr Kinderarzt, Ihre Kinderärztin

-          Fachärzte für Kinder- und Jugend­psychiatrie

-          Psychologische Psychotherapeuten

-          Fachkliniken für Kinder- und Jugendliche

-         

 

Konkrete Kontaktmöglichkeiten zu Fachärzten bzw. Therapeuten können Sie über Ihren Kinder­arzt erfahren oder über die/den zustän­dige/n Schul­psychologin/en. Die Kontaktadressen er­fah­ren Sie über die Homepage des Schulamtes Ro­senheim oder über Ihre Schule:

 

 

Für unsere Schule sind zuständig (Stand 11.2019):

 

Beratungslehrkraft:

 

Frau S. Boesmiller-Maierhofer

 

Schulpsychologe/in:

 

Frau V. Wernthaler

 

 

 

Psychische Gesundheit:

 

Die psychische Gesundheit ist für die Lebens­qua­lität und das Wohlbefinden ebenso be­deut­sam wie die kör­perliche Gesundheit. Dies gilt für Kinder und Ju­gendliche genauso wie für Er­wach­sene. Den­noch ist der Umgang mit psy­chi­schen Störungen für Betroffene und deren Fa­mi­lie nach wie vor mit Ängsten, Scham und Ab­wehr verbunden.

Dabei ist es wichtig, psychische Probleme früh­zeitig zu erkennen und zu behandeln. Wis­sen­schaft­lich ist nicht eindeutig geklärt, ob die Häu­fig­keit von psychischen Erkrankungen im Kin­des- und Jugendalter zugenommen hat oder nicht. Verändert hat sich aber sicherlich die Wahr­nehmung bzgl. der Psyche der Kinder und Ju­gend­li­chen. Ziel ist es, die Kinder stark zu ma­chen, da­mit sie den Herausforderungen des Le­bens ge­wach­sen sind.

Psychische Erkrankungen können sowohl ver­knüpft sein mit einschneidenden Lebens­er­eig­nissen und besonderen Belastungen, als auch mit persönlichen, eher allgemeineren Faktoren (z.B. Umgang mit Stress). Ins­be­son­dere bei Kin­dern und Ju­gend­lichen zeigen sich psy­chi­sche Er­kran­kun­gen oft mit einer anderen Symp­to­ma­tik als bei Er­wach­senen, des­we­gen ist eine früh­zei­tige und auch fachärztliche Hilfe zum Wohle der Kinder und Jugendlichen unerlässlich.

Ängste und Depressionen treten im schulischen Alters­be­reich mit am häu­figs­ten erstmalig auf. Wei­tere psychische Er­kran­kungen können frü­her (z.B. Autismus) oder auch später (z.B. Schi­zo­phre­nie) sichtbar wer­den.


 

Ängstlichkeit/Angst:

 

Angst ist im Kindes- und Jugendalter nichts Un­ge­wöhnliches. Auch durchleben alle Kinder zu bestimmten Zeitpunkten ihrer Entwicklung eher angst­besetzte Phasen (z.B. „Fremdeln“). Cha­rak­teristisch für diese normal verlaufenden Ängs­te ist, dass sie ver­gleichs­weise mild sind, vor­übergehend auf­tre­ten und in Bezug zum Ent­wick­lungsstand des Kin­des oder Ju­gend­li­chen stehen.

 

Auch ist Angst an sich kein krankhaftes Ge­fühl, son­dern eine über­lebens­wichtige Emotion, die uns vor realen Gefahren schützt. Das Erleben von Angst wirkt sich auch auf den Körper aus: Er re­a­giert in Sekundenschnelle mit ty­pischen Symp­to­men wie Herzrasen, be­schleu­nig­ter At­mung, Schwin­del, Schwitzen und Zit­tern. Alle die­se Re­ak­tionen dienen einer op­ti­ma­len Vor­be­rei­tung auf einen Angriff oder die Flucht („fight or flight“).

 

Von einer Angststörung spricht man dann, wenn die Angst im Verhältnis zur tatsächlichen Bed­ro­hung unangemessen und übersteigert ist. Er­kran­kungen in diesem Bereich treten mit am häu­figsten auf; etwa 10% der Kinder und Ju­gend­li­chen sind davon betroffen.

 

Kinder und Jugendliche mit hoher Angst haben darüber hinaus ein erhöhtes Risiko für das Auf­tre­ten weiterer psychischer Erkrankungen wie z.B. Depres­sio­nen.

 

Depressive Verstimmungen/Depression:

 

Bei Kindern und Jugendlichen ist es eher die Re­gel als die Ausnahme, dass die Depression mit wei­teren psychischen Erkrankungen, wie z.B. Angststörungen, somatoformen Störungen und ADHS einhergeht. Die Abgrenzung zu „nor­ma­ler“ Entwicklung ist schwierig, da vorüber­ge­hen­de depressive Symptome Teil der Pubertät sind; ähnlich wie bei den Ängsten.

 

Die Symptome einer Depression unterscheiden sich sowohl im Hinblick auf die Symptomatik bei Er­wach­senen als auch in den jeweiligen Alters­klas­sen. Bei klei­ne­ren Kindern sind dies öfter (u.a.) er­höh­te Ängst­lichkeit, körperliche Be­schwer­den und hef­ti­ge Tem­peraments­aus­brü­che. Bei älteren Kindern zeigt sich dies eher durch Symptome wie (u.a.) man­geln­des Selbst­be­wusstsein, Schuld­gefühle und Gefühle der Hoff­nungs­losig­keit („ist doch alles egal“). Ju­gend­liche leiden zudem gehäuft unter Wert­lo­sig­keitsgefühlen, Freudlosigkeit, In­te­res­sens­ver­lust sowie Schlaf- und Ap­pe­tit­stö­run­gen, Selbst­ver­letzungen und Suizid­ge­dan­ken (u.a.).

 

 

Auch wenn Suizide im Kindesalter noch sehr sel­ten sind, so zählen sie im Jugendalter zu den häu­figsten Todesursachen. Suizidale Gedanken kön­nen ein Symptom der Depression sein. Man schätzt, dass bis zu 3% der Grund­schul­kin­der und bis zu 9% der Jugendlichen von de­pres­si­ven Stö­run­gen betroffen sind.