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Mit gratis Trinkwasser gegen Plastikmüll - Energiedialog Wasserburg 2050 unterstützt umweltfreundliches Nachfüll-Projekt

Beim Stadtbummel seine Wasserflasche kostenlos auffüllen lassen – was in vielen deutschen Städten bereits möglich ist, soll es künftig auch in Wasserburg geben. „Refill“ heißt das Zauberwort, das künftig auch am Inn helfen soll, Verpackungsmüll aus Kunststoffen zu vermeiden.

Das Prinzip ist einfach: Wer mit einer leeren Flasche im Gepäck vorbei kommt, kann sie sich an einer „Refill“-Station kostenlos Leitungswasser auffüllen lassen. „Refill“-Stationen können Cafés, Geschäfte, Supermärkte, Praxen oder auch Friseure sein. Zu erkennen sind sie an einem Aufkleber mit einem kleinen blauen Wassertropfen drauf, der im Eingangsbereich angebracht ist und der für alle „Refill“-Stationen in Deutschland einheitlich ist. Entstanden ist das ehrenamtliche Projekt 2016 in Hamburg nach dem Vorbild von "Refill Bristol" in England, das es seit 2015 gibt. Inzwischen gibt es tausende "Refill"-Stationen in ganz Deutschland.

Menschen kaufen Plastikflaschen und schmeißen sie oft sofort weg. Der Anteil an Einwegverpackungen im Getränkebereich steigt seit Jahren kontinuierlich an, Mehrweg wird nach und nach verdrängt. Verschärft hat sich die Lage vor allem durch die Einführung des Pfands auch für Einwegflaschen und -Dosen. Dem Kunden wird damit umweltfreundliches Mehrweg suggeriert, auch wenn es sich vielfach um ökologisch fragwürdige Einwegverpackungen handelt, die – wenn überhaupt – oft nur sehr schwer recycelt werden können. „Refill“ will helfen, den meist völlig unnötigen Verpackungsmüll zu vermeiden.

Für die „Refill“ Stationen ist die Teilnahme am Projekt ein Service für ihre Kunden. Das steigert das Image, hat einen Marketingeffekt und kann sogar helfen, die Kundenfrequenz zu steigern. Denn nicht selten lockt das Nachfüll-Konzept neue Kunden in die Läden, die auch über den Eintrag auf der offiziellen Internetseite von Refill auf den Service aufmerksam gemacht werden. Und wer sich frisches Trinkwasser holt, der nimmt vielleicht auch gleich noch etwas Anderes mit.

Für den Energiedialog Wasserburg 2050 ist „Refill“ in jeder Hinsicht nachhaltig. Denn jede nicht produzierte Flasche aus Plastik spart Ressourcen und Energie für Produktion und Transport. Dabei kann das Wasserburger Leitungswasser selbstverständlich völlig bedenkenlos getrunken werden. Qualitativ kann es mit fast allen Flaschenwässern in jeder Hinsicht mithalten. Und vor allen Dingen überzeugt Leitungswasser auch preislich - denn ein Liter kostet weniger als 0,1 Cent!

Wer bei „Refill“ mitmachen möchte, kann sich an Wasserburgs Klimaschutzmanager Josef Allio unter 08071 9088-24 wenden. Bei ihm und beim Energiedialog Wasserburg 2050 laufen die Fäden für das Projekt in Wasserburg zusammen.