Stadt Wasserburg am Inn

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Entstehung

Sommerbierkeller verdanken ihre Entstehung der Suche nach geeigneten kühlen Lagermöglichkeiten für das im Winter eingebraute Sommerbier. Durch das kurfürstliche Verbot des Bierbrauens von Georgi bis Michaeli (23. April bis 29. September) gab es immer wieder Engpässe in der Bierversorgung. Um das Sommerbier diese lange Zeit trinkbar zu halten, wurde es stärker eingebraut und doppelt gehopft. Daher durfte es ein bis zwei Pfennige je Maß teurer verkauft werden als Winterbier.

Das Gelände am Südufer des Inns gegenüber der Stadt bot den Bierbrauern aufgrund seiner Lage und geologischen Beschaffenheit die idealen Voraussetzungen, das im Winter gebraute Bier auch im Sommer möglichst lange kühl halten zu können. Der Bau- und Ausbau der Bierkeller in der Kellerstraße erstreckt sich von 1785 bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts hinein. Die Kellerstraße mit dem Ausschank kellerfrischen Bieres entwickelte sich zu einem landesweit beliebten Treffpunkt bis in das 20. Jahrhundert hinein. Die Keller wurden – zum Teil auch zweckentfremdet - weiter genutzt bis zur Betriebseinstellung von Bruck-Bräu 1977 und der letzten Wasserburger Brauerei Fletzinger-Bräu 1994.

Seit 1995 erfasste Witgar Neumaier sen. in privater Initiative die Kelleranlagen und sammelte Dokumente zur Erforschung ihrer Bau- und Betriebsgeschichte. Alsbald scharte er eine Gruppe engagierter und handwerklich hoch begabter „Kellerfreunde“ um sich mit deren Hilfe die Keller zu einem beeindruckenden Museum ausgebaut wurden. Und all dies erfolgte ehrenamtlich!

Bierkatakomben
Bierkatakomben, Foto: Andreas Jacob

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