Stadt Wasserburg am Inn

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In Memoriam. "Euthanasie" im Nationalsozialismus

Sonderausstellung vom 1. Februar bis 10. Mai 2020

Die Geschichte der Stadt Wasserburg in der NS-Zeit ist durch ihre Ortsteile Attel und Gabersee eng mit der Geschichte des NS-„Euthanasie“-Programms verbunden. 742 Menschen mit Behinderung oder psychischen Erkrankungen, die im Kloster Attel oder im Bezirkskrankenhaus Gabersee lebten, fielen den NS-Patientenmorden zum Opfer. Die Ausstellung, die auch die Einweihung des Denkmals für die Opfer des Nationalsozialismus begleitet, möchte über diese Epoche aufklären.

Hintergründe
Zwischen 1939 und 1945 wurden 240.000 psychisch kranke Menschen und Menschen mit Behinderung im Rahmen des nationalsozialistischen „Euthanasie“-Programms auf dem Gebiet des Deutschen Reichs getötet. Die durch Selektion zum Tode Verurteilten wurden in speziell eingerichtete Tötungsanstalten deportiert oder in den damals als Heil- und Pflegeanstalten bezeichneten Einrichtungen durch Vernachlässigung, Nahrungsmittelentzug oder überdosierte Medikamentengabe zu Tode gebracht.Die

Ausstellung
In der Ausstellung werden anhand von Texten, Schriftstücken, Fotografien und Videointerviews mit Zeitzeugen die verschiedenen Phasen des NS-Vernichtungsprogramms wie die „Aktion T4“, das Hungersterben und Tötungen durch Medikamente dargestellt. Die Dokumente zeigen auch unterschiedliche Opfergruppen – Erwachsene, Kinder und Zwangsarbeiter –, die Reaktion von Angehörigen sowie die Haltung der Ärzte und die Auseinandersetzung mit den Verbrechen in der Nachkriegszeit. Originaldokumente lassen einzelne Schicksale nachvollziehbar werden und geben den Opfern ein Gesicht und eine Geschichte. Eine lokale Ergänzung bildet die Schilderung der historischen Ereignisse Wasserburger Einrichtungen Gabersee und Attl. Die Wanderausstellung von Prof. Dr. Michael von Cranach wurde erstmals 1999 im Rahmen des Weltkongresses für Psychiatrie in Hamburg präsentiert und aufgrund der großen Nachfrage an vielen Orten gezeigt.

Weitergehende Informationen zum Thema „Euthanasie“ in Wasserburg finden Sie auf der Website www.gedenken.wasserburg.de

 

Mehr im Faltblatt zur Ausstellung