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Armenwesen und wohltätige Stiftungen in Wasserburg am Inn 1300-1800

Nonnast, Christoph, Armenwesen und wohltätige Stiftungen in Wasserburg am Inn, 1300-1800, Herausgeber: Stadt Wasserburg a. Inn, Stadtarchiv, Veröffentlichungen des Stadtarchivs, Nr. 6, Wasserburg 2018. (ISBN 978-3-947027-02-6). Broschur, 168 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, 13,20€. Druckausgabe erhältlich im Stadtarchiv sowie im Buchhandel.

Zum Inhalt:Die aufstrebenden Städte des späten Mittelalters erzeugten bis dahin ungekannten Wohlstand, aber auch vermehrt arme und entwurzelte Menschen. Zur Abhilfe gründeten Bürger und Räte wohltätige Stiftungen. Zugleich waren Arme zunehmend Ziel obrigkeitlicher Regulierung. In der wohlhabenden Handelsstadt Wasserburg gab es neben dem bekannten Heilig-Geist-Spital jahrhundertelang eine ganze Reihe weiterer wohltätiger Stiftungen. Sie waren spezialisiert und ergänzten sich in ihrer Arbeit: Vollversorgung im Spital, regelmäßige Unterstützungszahlungen, Tuchspenden, Aussteuerfonds, Stipendienplätze und kostenlose Krankenbehandlung gehörten zu den vorhandenen Angeboten, die dennoch nicht genügten, die Bettelei in der Stadt überflüssig zu machen, allen Verboten zum Trotz. Die Tätigkeiten der Stiftungen verraten viel über die sozialen Nöte in fast 500 Jahren Stadtgeschichte. Ebenso über die Bemühungen und Missbräuche des Rats, der die Stiftungen verwaltete, und die des bayerischen Staats, der ebenfalls mit Vorschriften und Kontrollen seine Vorstellungen eines effizienten Armenwesens durchzusetzen versuchte. Nicht zuletzt spiegeln die Stiftungsrechnungen die ökonomischen Höhen und Tiefen der Stadtgeschichte und Wasserburgs Niedergang von einer bedeutenden Handels- zur darbenden Landstadt im 18. Jahrhundert.

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Zwangsarbeit im Landkreis Wasserburg a. Inn 1939—1945

Philipp T. Haase | Joey Rauschenberger, Zwangsarbeit im Landkreis Wasserburg a. Inn 1939—1945, Eine Geschichte des nationalsozialistischen "Ausländereinsatzes" in Oberbayern.

Herausgeber: Stadt Wasserburg a. Inn, Stadtarchiv, Veröffentlichungen des Stadtarchivs, Nr. 9, Wasserburg 2019. (ISBN 978-3-9470227-05-7). Broschur, 372 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen.
19,90€
Erhältlich im Stadtarchiv, im Museum, bei Bücher Herzog-Wasserburg und bei der Buchhandlung Fabula e.K.

Zum Inhalt:
Tausende Menschen aus allen Teilen Europas wurden zwischen 1939 und 1945 als Zwangs-arbeiterinnen und Zwangsarbeiter im ehemaligen Landkreis Wasserburg a. Inn eingesetzt. Polnische Landarbeiter prägten das Bild der Stadt Wasserburg und ihrer Umgebung ebenso wie französische Handwerker oder in Molkerei-betrieben eingesetzte „Ostarbeiterinnen“ aus der Sowjetunion. Diese Studie bietet nun anhand von Quellenmaterial aus zahlreichen Archiven Zahlen und Einordnungen zum Ausmaß des  „Ausländer-einsatzes“ im Altlandkreis. Philipp T. Haase und Joey Rauschenberger spüren den alltäglichen Lebenswelten der ausländischen Arbeitskräfte und ihrer Arbeitgeber nach und geben so der Zwangsarbeit in der Region ein Gesicht.

Die vorgelegte Forschungsarbeit wurde von der Stadt Wasserburg a. Inn als wissenschaftliche Preisauslobung initiiert und gefördert.

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