Stadt Wasserburg am Inn

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Weitere Gedenkorte

Es gibt einige spezifische Erinnerungsorte zum Gedenken an die ‚Wasserburger' NS-„Euthanasie"-Opfer sowie die Opfer der Zwangsarbeit im Stadtgebiet beziehungsweise in Hartheim, die im Folgenden kurz erläutert werden. Eine Standortverlinkung (Bayern-Atlas) erleichtert das Auffinden der Denkmäler oder Gedenktafeln für Besucherinnen und Besucher.

Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Bewohner der Stiftung Attl

Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Bewohner der Stiftung Attl

Künstler*in:Textentwurf und begleitende Broschüre: Arbeitskreis Denkmal der Stiftung Attl / Kunstwerk aus Stein und Bronze: Erich Opielka (Idee, Mitarbeiter der Stiftung Attl), Alfred Franke (Franke Naturstein, Rott) und Firma Strassacker (Kunstgießerei, Süssen).
Errichtet durch:Stiftung Attl, 1994
Texte/Aufschriften/Inschriften:Uns allen zur Mahnung
Wir gedenken der Heimbe-
wohner der Stiftung Attl,
die in den Jahren 1940/41
der Diktatur der
Nationalsozialisten zum
Opfer gefallen sind.
Weitere Informationen:

Das am 11.9.1994 eingeweihte Denkmal wurde von einer Informationsbroschüre begleitet. Diese erinnerte hier vor Ort erstmals ausführlicher an das Schicksal der Menschen mit Behinderungen während des Nationalsozialismus. Ebenfalls beinhaltet die Broschüre ein namentliches Gedenken an die damaligen Bewohner.

Die Broschüre kann über die Stiftung Attl aufgerufen werden.
Alternativ können Sie auch die folgende PDF-Datei öffnen: Stiftung Attl, Broschüre und Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Bewohner der Stiftung Attl, 1994.

Weitere Informationen zu den Opfern der NS-„Euthanasie" Attls, vor allem zur Feststellung der Schicksale dieser Menschen nach der Beschlagnahmung der Anstalt und den folgenden „Patientenverlegungen“, können Sie der Seite Opfer der Pflegeanstalt Attl entnehmen.

Standort

Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Bewohner der Stiftung Attl
Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Bewohner der Stiftung Attl

Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Patienten Gabersees

„Stufen in den Vernichtungstod" - Denkmal für die von den Nationalsozialisten ermordeten Patienten Gabersees

Künstler*in: Nach einer Idee des ehemaligen Gaberseer Bauleiters Johann Gfüllner. Bei der Sanierung des Stationsgebäudes Haus 16 wurden 1993/94 die granitenen Stufen, welche in den Garten führten, abgebaut. Idee von Johann Gfüllner war, diese Stufen zu Stelen umzuwandeln und mit Hilfe zweier Bronzetafeln ein Mahnmal zum Gedenken an die Gaberseer NS-„Euthanasie"-Opfer zu gestalten.
Errichtet durch:Bezirksklinikum Gabersee, 1994
Texte/Aufschriften/Inschriften:

Bronzetafel 1:
Zum Gedenken
an die
509 in der Zeit des
Nationalsozialismus
ermordeten Patienten
unseres Krankenhauses
Bronzetafel 2:
Stufen
in den
Vernichtungstod
Vom 7. November 1940
bis 15. Januar 1941
traten
509 psychisch Kranke
aus der
Heil- und Pflegeanstalt
Gabersee
über solche Treppenstufen
den Weg zu ihrem
gewaltsamen Tod an

Weitere Informationen:

Es liegt eine Beschreibung des Denkmals von Pfarrer René Mackels vor. Diese stellt im Kern die Ausarbeitung seiner Worte zur Segnung des Denkmals am 20.11.1994 dar. René Mackels, Der Stumme Schrei - Zur Symbolik des Gaberseer Mahnmals, aus: Oesterheld, Matthias, Die vergessenen Opfer, Texte und Dokumente zum Euthanasiegeschehen im Dritten Reich in Oberbayern, am Beispiel von Gabersee, Wasserburg, Auf der Spur von NS-Verbrechen, Wasserburg, 1999, 5. (Bibliothek des Stadtarchivs Wasserburg a. Inn, BBFO17).

Die Nennung der Zahl von 509 Opfern an diesem Denkmal beruht auf dem Forschungsstand (Hans Ludwig Bischofs) zur Zeit der Errichtung des Denkmals. Diese Zahl stimmt nach heutigem Kenntnisstand nicht mehr. Insgesamt 637 Gaberseer Patientinnen und Patienten wurden Opfer der NS-„Euthanasie" zwischen 1940 und 1945. Vgl. hierzu ausführlicher die Seite Opfer der Heil- und Pflegeanstalt Gabersee.

Standort

Gedenktafel der Stadt Wasserburg a. Inn in Hartheim (Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim)

Gedenktafel der Stadt Wasserburg a. Inn für die in Hartheim während des Nationalsozialismus Ermordeten (aus den heutigen Stadtteilen Gabersee und Attel)

Künstler*in:Textentwurf: Städtischer Arbeitskreis Erinnerungsarbeit NS-Geschichte/Realisierung: Fa. Georg Bürger Steinmetzbetrieb Zainach/Rott a. Inn
Errichtet durch:Stadt Wasserburg a. Inn, 2015 mit freundlicher Unterstützung des Lern- und Gedenkortes Schloss Hartheim
Texte/Aufschriften/Inschriften:Die Stadt Wasserburg a. Inn
mit ihren Stadtteilen Gabersee und Attel
gedenkt der hier Ermordeten
des Nationalsozialismus.
Wir wollen erinnern und mahnen,
damit solches Unrecht
nie wieder geschieht.
Weitere Informationen:

Bereits im Jahr 2005 sowie im Jahr 2009 wurden Gedenktafeln durch die Stiftung Attl sowie die kbo-Klinik Gabersee in Hartheim angebracht.
Zeitungsartikel der Wasserburger Zeitung vom 4.9.2009, 11.

Standort

Gedenktafel der Stadt Wasserburg a. Inn für die auf städtischen Friedhöfen bestatteten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Gedenktafel der Stadt Wasserburg a. Inn für die auf städtischen Friedhöfen bestatteten Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter

Künstler*in:Textentwurf: Städtischer Arbeitskreis Erinnerungsarbeit NS-Geschichte/Realisierung: Attila Murányi–Metallbildnerei Dannenfels
Errichtet durch:Stadt Wasserburg a. Inn, 2018
Texte/Aufschriften/Inschriften:Gedenktafel-Text
Weitere Informationen:Nach Errichtung der Gedenktafel wurde eine Forschungsarbeit beauftragt und veröffentlicht, die weitere Erkenntnisse zur Zwangsarbeit im Raum des Altlandkreises Wasserburg a. Inn vermittelt.

Standort