Stadt Wasserburg am Inn

Seitenbereiche

Seiteninhalt

Sonderveröffentlichungen

Sonderveröffentlichungen der Reihe Heimat am Inn Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur des Wasserburger Landes.
Jahrbücher des Heimatvereins (Historischer Verein) e. V. für Wasserburg am Inn und Umgebung (Hrsg.) (Neue Folge, erschienen seit 1980)

Die Sonderbände der Reihe sind im Stadtarchiv erhältlich oder über den Buchhandel zu beziehen.

Sie können Ihr Exemplar per E-Mail bestellen

Wasserburger Bildhauer des Barock, Sonderveröffentlichung der Heimat am Inn, Nr. 1

Bibliographische Information:

Ferdinand Steffan

Wasserburger Bildhauer des Barock

Sonderband der Schriftenreihe Heimat am Inn
Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur des Wasserburger Landes, Nr. 1

Herausgeber:
Heimatverein (Historischer Verein) e.V. für Wasserburg am Inn und Umgebung

ISBN: 978-3-943911-01-5

Wasserburg 2012

Hardcover, 234 Seiten, zahlreiche farbige Abb. und Grafiken, 24,90€

Zum Inhalt:

In jahrelanger Forschungstätigkeit hat Ferdinand Steffan die Quellen zu den Künstlern gesichtet und ist deren Werken nachgegangen. Das Ergebnis ist nun auf 235 Seiten und knapp 400 Bildern zusammengefasst.

Fragt man nach barocken Bildhauern in Wasserburg, so wird man vielleicht die Namen Zürn und Hartmann hören, bei Nachfragen zu Werken wird man gerade noch auf die „Zürn-Kanzel“ oder die Ritterheiligen des einstigen Hochaltares von St. Jakob verwiesen, zu Hartmann dürften die Antworten sehr mager ausfallen. Dabei gibt es in den Kirchen des Umlandes durchaus mehr Werke der Gebrüder Zürn und die Bildhauerfamilie Hartmann hat fast 200 Jahre, schließt man die Nachfolgerwerkstätten noch ein, den gesamten Raum mit Figuren beliefert. In Zusammenarbeit mit namhaften Kunsthistorikern konnten eine Vielzahl von Werken dokumentiert werden und die Handschriften der einzelnen Meister in Ansätzen herausgearbeitet werden, um künftig Hilfen für Identifizierungen zu haben. Manch vertraute Zuschreibung musste korrigiert und für den bislang kaum fassbaren Gregor Pichler, Schüler von David Zürn und Bruder von dessen Frau, konnte erstmals ein Werkverzeichnis erstellt werden. Da Bildhauer, Kistler und Maler in der Regel ein festes Team bildeten, das über Jahre sich die einzelnen Arbeiten teilte, lassen sich nun auch Rückschlüsse von den Schnitzern auf andere Kunsthandwerker ziehen. Somit gibt der gut ausgestattete Band nach Dokumentationen über die Wasserburger Goldschmiede, Hafner und Büchsenmacher erstmals einen Überblick über die Bildhauer in der kurfürstlichen Stadt Wasserburg, die beileibe nicht immer friedlich miteinander umgegangen sind. Während die Werkstatt von David, Martin und Michael Zürn sowie Gregor Pichler nach kurzer Zeit wieder erlosch, behaupteten sich die Nachfolger von Jeremias Hartmann und Jakob Laub noch über drei Generationen und statteten Kirchen und Klöster aus, ehe das Rokoko den hergebrachten Stil verdrängte. Der Raum ihrer Tätigkeit reicht von St. Wolfgang bis Leonhardspfunzen und von Beyharting bis nach Mühlberg b. Waging. Klöster wie Gars, Au a. Inn, Beyharting, Herrenchiemsee und Kollegiatsstifte wie St. Wolfgang und Dorfen waren ihre Auftraggeber. In den „Kirchenführern“ finden diese Meister wenn überhaupt, dann nur beiläufig Erwähnung. Vielleicht ändert sich diese Einschätzung einmal, wenn das Gesamtwerk von Jeremias Hartmann, Jakob Laub, Adam Hartmann, Georg Ferdinand Hartmann und Simon Judas Thaddäus Hartmann in den Focus der Kunsthistoriker gerät – die Basis dafür ist jedenfalls mit dieser ersten Bestandsaufnahme geschaffen. Dem örtlichen Kunstliebhaber aber mag dieser Band als Anregung für eigene Exkursionen dienen, um der Bedeutung Wasserburg als Zentrum barocker Bildhauerei nachzuspüren.

Zwischen Landesherren und Laienkelch, Sonderveröffentlichung der Heimat am Inn, Nr. 2

Bibliographische Information:

Hiram Kümper

Zwischen Landesherren und Laienkelch
Evangelische Bewegung und Gegenreformation in Wasserburg am Inn


Sonderband der Schriftenreihe Heimat am Inn
Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur des Wasserburger Landes, Nr. 2
 
Herausgeber:
Heimatverein (Historischer Verein) e.V. für Wasserburg am Inn und Umgebung
in Verbindung mit der Stadt Wasserburg am Inn
und der Evang.-Luth. Kirchengemeinde Wasserburg am Inn

ISBN: 978 3 943911 13 8

Wasserburg 2017

Softcover, 152 Seiten, zahlreiche farbige Abbildungen, 13,90€

Zum Inhalt:

Im November 2017 erschien ein Buch zur Geschichte der Evangelischen Bewegung des 16. Jahrhunderts und der Gegenreformationszeit in Wasserburg am Inn.

Von Wittenberg und Zürich aus hat sich die evangelische Bewegung im alten Bayern rasant verbreitet. Die Herzöge zeigten sich demgegenüber zunächst abwartend, schlugen nach Bann und Ächtung Luthers aber bald einen deutlich gegenreformatorischen Kurs ein, sahen sie darin doch nicht nur eine Verpflichtung der alten Kirche gegenüber, sondern auch eine Möglichkeit, den herrschaftlichen Zugriff auf ihr Territorium zu verdichten.

In diesem Spannungsfeld zwischen Kirche, Herrschaft und bürgerlicher Selbstbestimmung spielt sich auch die Wasserburger Konfessionsgeschichte des 16. Jahrhunderts ab. Früh wurde hier evangelisch gepredigt – und ebenso früh und mit großer Härte griffen auch die Herzöge aus München durch. Zwischen den 1520er und 1570er Jahren erleben wir ein zähes Ringen um die Kirchenzustände in der Stadt zwischen städtischen Eliten und herzoglichen Amtsleuten: mehrere Religionsmandate, wiederholte Visitationen, Buchrazzien und sogar offen konfessionsbedingte Eingriffe in die Ratswahl konnten die Wasserburger nur sehr langsam zur altgläubigen Observanz zurückbringen.

Rund ein halbes Jahrhundert hat es gedauert, bis die evangelische Bewegung in der Innstadt zurück gedrängt war.

Das Heft zum Reformationsjubiläum 2017 nimmt die Leserinnen und Leser mit durch ein bewegtes Stück Stadtgeschichte und zeigt, wie das weltgeschichtliche Ereignis Reformation in der Region gewirkt hat.

Die vorgelegte Forschungsarbeit wurde vom Heimatverein Wasserburg als wissenschaftliche Preisauslobung in Zusammenarbeit mit der Evang.-Luth. Kirchengemeinde und dem Stadtarchiv initiiert. Ziel war, das Wissen um die Reformationsgeschichte des hiesigen Raumes zu erweitern.