Stadt Wasserburg am Inn

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Heimat am Inn 32

Heimatverein (Historischer Verein) e.V. für Wasserburg am Inn und Umgebung in Verbindung mit der Stadt Wasserburg a. Inn (Herausgeber)

HEIMAT AM INN 32

Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur des Wasserburger Landes
Jahrbuch 2012

ISBN: 978-3-943911-03-9
Verlag WASSERBURGER BÜCHERSTUBE 83512 Wasserburg a. Inn, Wasserburg 2011.

Die neue Heimat am Inn ist ab sofort in der Bücherstube Wasserburg, im Stadtarchiv Wasserburg oder im Buchhandel für 12,50 Euro erhältlich.

Zum Inhalt:

Das Jahrbuch 2012 der Reihe „Heimat am Inn“ nimmt eine besondere Stelle ein, weil es mit dem Beitrag über die „Heil- und Pflegeanstalt Gabersee“ Opfern der NS-Diktatur eine Stimme gibt und darstellt, was im benachbarten Stadtgebiet immer nur lückenhaft und gerüchteweise bekannt wurde. Anhand vielfältiger Unterlagen zeichnet der Archivar des Bezirks Oberbayern ein sachliches, beeindruckendes, düsteres Bild zunehmender Entmenschlichung von der Kürzung der erforderlichen finanziellen Mittel bis zum Entzug von Nahrung für die „nicht arbeitsfähigen Kranken“, von der menschenverachtenden Schaffung des Begriffs „unwertes Leben“ bis hin zu zwangsweiser Sterilisation und zur Tötung in dafür eingerichteten Anstalten. Ergänzung findet die Beschreibung der Verhältnisse bis zur Schließung der Heil- und Pflegeanstalt Gabersee im Jahr 1941 durch eine Chronik der anschließenden Verwendung der Krankenhausgebäude in der Kriegs- und Nachkriegszeit, verfasst vom ehemaligen ärztlichen Direktor, Professor Dr. H. L. Bischof.
Verkauf sowie Umbau eines Stadthauses am Marienplatz und die damit verbundene Übergabe von Archivalien und Museumsgut durch die Nachfahren des Seifensieders und Waschmittelherstellers Hinderegger waren der Anlass für Maike Gildenast, Näheres über dieses Handwerk und das damit verbundene Wissen zu Körperpflege und Textilreinigung, über das Ladengeschäft und den allmählichen Unterergang des Gewerbes durch die Industrialisierung niederzuschreiben. Von „Landtagen im späten 16. Jahrhundert“ handelt ein Beitrag der Japanerin Haruka Oba. „Landtage“ waren damals Versammlungen der Stände- und Kommunenvertreter, darunter auch jeweils zwei aus der Stadt Wasserburg (eine der wohlhabendsten und ‚vornehmsten‘ Städte Bayerns), deren Abgeordnete offensichtlich erheblichen Einfluss auf Geschehen und Beschlüsse hatten. Museumsstücke, die zu weiteren Untersuchungen anregen, verschwundene Altäre, eine Steintafel, deren Inschrift Rätsel aufgibt, ein künstlerisch wertvolles Epitaph, auf dem der Name Gumpelzheimer steht, in einer Rosenheimer Kirche, ein Gelübde, das die stilistische Umgestaltung von St. Jakob in Wasserburg zur Folge hatte, und ein architektonisches Kleinod auf einem Gutshofgelände, all das sind Themen, denen sich Ferdinand Steffan widmet, in einem Buch, dessen Aufsätze nicht nur lesenswert sind, sondern auch neues Wissen vermitteln und zum Nachdenken anregen.

(Hanns Airainer, Redaktionsmitglied)

Inhaltsverzeichnis:

Vorworte:
1. Bürgermeister der Stadt Wasserburg a. Inn Michael Kölbl
1. Vorsitzender des Heimatvereins Dr. Martin Geiger

Textteil:
Nikolaus Braun
Die Heil- und Pflegeanstalt Gabersee
in der Zeit des Nationalsozialismus (1933-1941)

Hans Ludwig Bischof †
Gabersee zwischen Schließung und Wiedereröffnung
der Heil- und Pflegeanstalt (1941-1953)

Maike Gildenast
Wasserburger Waschzauber - Die Seifensiederei Hinderegger

Haruka Oba
Wasserburg und die bayerischen Landtage
im späten 16. Jahrhundert

Ferdinand Steffan
– Der kurfürstliche Beamte Heinrich Jeger und seine Wappen
– Die Verehrung der hl. Eugenia und ihr Altar
in St. Jakob zu Wasserburg
– Der Philomena-Altar von St. Jakob,
eine verlorene Zwischenlösung
– Das „allgemeine Gelöbnis“ der Stadt Wasserburg von 1634
zur Abwehr der Pest
– Annäherung an ein außergewöhnliches Denkmal – Das Peer-
Gumpelzheimer-Epitaph in St. Nikolaus in Rosenheim
– Straß – Geschichte und Ausstattung der Hauskapelle
von Gut Straß bei Eiselfing

Redaktion:
Hanns Airainer, Rektor i.R.
Dr. Gerald Dobler, Kunsthistoriker
Sonja Fehler M.A., Museumsleiterin
Dipl.-Archivar (FH) Matthias Haupt, Stadtarchivar
Dr. Laura Scherr, Archivrätin
Ferdinand Steffan M.A., Kreisheimatpfleger
Anja Steeger M.A., Historikerin

Autoren dieses Bandes:
Nikolaus Braun M.A., Archivar des Bezirks Oberbayern
Prof. Dr. Hans Ludwig Bischof †, ehemaliger ärztlicher Direktor des
Bezirkskrankenhauses Gabersee
Maike Gildenast M.A., Museumsvolontärin
Dr. des. Haruka Oba, Forschungsstipendiatin der Japan Society for the
Promotion of Science und Gastwissenschaftlerin an der
Universität Kyoto/Wien
Ferdinand Steffan M.A., Kreisheimatpfleger

Anschriften der Autorinnen und Autoren dieses Bandes können bei der Schriftleitung nachgefragt werden.

Anschrift des Herausgebers und der Schriftleitung (auch Vertrieb):
Heimatverein (Historischer Verein) e.V. für Wasserburg und Umgebung im
Stadtarchiv Wasserburg am Inn, Kellerstraße 10, 83512 Wasserburg a. Inn,
Telefon 08071/920369.
Schriftleitung: Stadtarchivar Matthias Haupt