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Soyen

Luftbild

"Wohnstätte an den Seen", das in etwa bedeutet der Name der Gemeinde Soyen, nördlich von Wasserburg. Doch viele der Seen sind inzwischen verlandet, nur noch einige Weilernamen weisen noch auf sie hin. Dennoch ist es auch heute noch ein See, der den Charakter der Gemeinde ausmacht, denn inmitten des 30 km² großen Gemeindegebietes liegt der 50 Hektar große Soyensee. Sein Wasser wird über einen 2170 Meter langen Stollen dem Kraftwerk Vorderleiten am Inn zugeführt wird. Umfangreiche Heimatforschungen bezeugen Soyen als eine geschichtsträchtige Gemeinde, die schon 816 urkundlich erstmals in Erscheinung trat.

 Oberhalb von Soyen

Eine reizvolle Hügellandschaft mit herrlichen Blicken auf den Inn und ins Land, bei entsprechender Wetterlage auch auf die Alpenkette, präsentiert sich dem Besucher in der sehr ländlich geprägten Gemeinde Soyen.

Rad- und Wanderwege

Linde bei Oed

Zahlreiche Rad- und Wanderwege laden zu einem Ausflug in die nähere Umgebung mit ihren Sehenswürdigkeiten ein. Offiziell ausgeschilderte Radwege sind

In Soyen führt die Route "Von Baum zu Baum" am der alten Linde von Oed vorbei, die seit Jahrhunderten auf dem freien Feld steht. Ob nun 1648 nach dem Ende der Schrecken des 30-jährigen Kriegs als Friedenslinde gepflanzt, oder wie andere Überlieferungen sagen in Verbindung mit dem Kapellenbau 1742 gepflanzt, ist diese Linde wohl auf dem Höhepunkt ihres Lebens.


Soyensee

Soyensee

Baden und Surfen kann man im bzw. auf dem 50 Hektar großen Soyensee. Der anliegende Campingplatz mit Gasthaus bietet umfangreiche Serviceleistungen, u.a. eine Behindertentoilette. Auch Ruderboote können hier ausgeliehen werden.

Landschaft am Soyener See

Campingplatz Soyensee am Gasthaus Fischerwirt
Seestraße 28, 83564 Soyen
Telefon 08071 3860
Internet: www.soyensee.de.vu


Altensee

Der idyllisch gelegene Altensee lädt zum Bad im weichen Moorwasser ein. Ein reicher Baumbestand auf der abschüssigen Liegewiese garantiert einen Schattenplatz auch am heißesten Sommertag. Umkleidekabinen und ein kleiner Kiosk vervollständigen das Angebot. Als typischer Moorsee hat er nur wenig flaches Ufer und eignet sich daher eher für Familien, deren Kinder schon gut schwimmen können.


Industriedenkmal

Die Eisenbahnbrücke Königswart, die lange Zeit höchste Eisenbahnbrücke Bayerns, überspannt in ca. 50 Metern Höhe über eine Länge von 279 Metern den Inn, der hier ein besonders tiefes Tal in die Moränenhügel-Landschaft gegraben hat. Die Brücke wurde 1874 erbaut und 1994 mit einer neuen Tragwerks-Konstruktion versehen.

Eisenbahnbrücke Koenigswart

Noch ein Hinweis für Radler und Wanderer: Das Überqueren der Brücke ist aus Sicherheitsgründen nicht gestattet, auch wenn Kletterer gar nicht so selten (streng verboten!) auf der Kontruktion herumturnen. Während auf der Ostseite (von Soyen gesehen also auf der anderen Inn-Seite) der Innradweg ausgeschildert ist, ist das Gelände am Westufer nur schwer oder gar nicht zugänglich. Zwischen Königswart und Gars am Inn gibt es aber einen sehr reizvollen Wanderweg, der hier am sehr steilen Hochufer des Inns verläuft.  


Kraftwerk

Kraftwerk

Einen Kilometer flussaufwärts wird an der Innstaustufe Teufelsbruck elektrische Energie erzeugt. Schon im Jahre 1921 wurde vom Soyensee aus ein 2.170 Meter langer Stollen zum Kraftwerk Vorderleiten am Inn gebaut, der teilweise bis zu 60 Metern tief im Boden liegt. Das Bauwerk leitete die Elektrifizierung des Gemeindegebiets ein. Die Anlage ging 1923 in Betrieb und funktioniert bis heute. Sie wird allerdings derzeit nur zur Abdeckung von Spitzenbedarf genutzt.


Hohenburg

Leider nur wenige Grundmauerreste künden von den ehemals stolzen Festungen, der Burganlage Hohenburg und Königswart, von denen aus ab circa 1000 n. Chr. der Inn überwacht wurde. Auch sie sind ein Zeugnis für die lange Geschichte Soyens.


Kirchen und Kapellen

Peter und Paul Soyen  

Zwei Peterskirchen, die Kirche St. Peter und Paul in Soyen und die Kirche St. Peter in Rieden stehen für die lange Kirchengeschichte von Soyen, für die bereits 816 n. Chr. Priester urkundlich erwähnt werden. Ab dem 12. Jh. gehörte die Pfarrei Soyen zum Kloster Gars. Als das Kloster 1803 aufgelöst wurde, kam Soyen zur Pfarrei Rieden. 1972 wurde das neue Pfarrzentrum in Soyen als Mehrzweckgebäude erbaut.

Kirchreith   

Weit in die Umgebung sichtbar, der Kirchturm von Kirchreit. Er gehört zur Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt. Sie wurde um 1870 im Stil der Neugotik ausgestattet. Heute ist sie eine beliebte Hochzeitskirche.

Direkt an der Stadtgrenze zu Wasserburg liegt bei Koblberg die Waldkapelle am zum Innufer hin abfallenden Berghang. Aus dem 19. Jahrhundert stammt die Hofkapelle mit romanischem Kapitel der Burg in Königswart. Die Schlosskapelle St. Maria in Mühltal stammt aus dem 1650. Sie ist derzeit aber leider nicht unzugänglich. Die Singer Kapelle liegt direkt am Radweg "Von Baum zu Baum" Tour 2. Jährlich im August findet hier eine Jagdhornbläsermesse (Hubertusmesse) statt. Anschließend ist großes Hoffest in Oed.

Rieden

Rieden wird erstmals 930 n. Chr. urkundlich erwähnt. Ende des 14. Jahrhunderts wurde Rieden zur eigenständigen Pfarrei. Aus dieser Zeit stammt auch die Pfarrkirche St. Peter, die 1846 und 1915 erweitert wurde. Die Kirche beheimatet etliche Figuren aus dem ehemaligen Schloss Hohenburg.

Außerdem befinden sich in der flächenmäßig sehr großen Gemeinde Soyen noch  in Schlicht die Kirche St. Koloman und in Strohreit die Hofkapelle Leidender Heiland. 

Kirche in Zell

Kunsthistorisch bedeutende spätgotische Fresken finden sich in der Kirche St. Laurentius in Zell, die um 1487 erbaut wurde. Die Kirche ist romanischen Ursprungs und zählt zu den ältesten Gotteshäusern der Region. 

Als Projektarbeit der Realschule Wasserburg entstand 2010 eine ausführlich beschriebene Radtour "Von Kapelle zu Kapelle". Mehr Infos und Karte unter www.realschule-wasserburg.de/...


Mehr Informationen

Gemeindeverwaltung Soyen,
Riedener Str. 11, 83564 Soyen,
Telefon 08071 9169-0,

Lage von Soyen anzeigen (JPG-Datei, 92 KB)
Offizielle Internetseite: www.soyen.de