Rott am Inn
Der Ort Rott a. Inn entwickelte sich als Klostersiedlung um eine im 11. Jahrhundert gegründete Benediktinerabtei. Heute ist der am hohen Innrand gelegene Ort ein Kleinzentrum und Sitz einer Verwaltungsgemeinschaft, zu der die Gemeinde Ramerberg gehört.
Wirtschaftliche Grundlage der Gemeinde Rott sind eine Anzahl gut fundierter Gewerbe-, Handwerks- und Landwirtschaftsbetriebe. Die nach 10 jährigen Restaurierungsarbeiten im Jahr 2002 wieder eröffnete Klosterkirche, eines der schönsten Barockbauwerke Oberbayerns, ist Anziehungspunkt für viele Besucher.
Rotter Ausee
Mit sauberem Wasser lädt der Rotter Ausee an schönen Tagen zum Bade. Er bietet Wiesenplätze ebenso wie Strand. Ein Kiosk befriedigt Durst und Hungergelüste. Am Wochenende wird das Badevergnügen von der Wasserwacht gesichert.
Radwege
Durch das Gemeindegebiet von Rott am Inn führen
- der Innradweg,
- der Mozartradweg,
- der Wasserburger Radrundweg,
- der südostbayerische Jakobsweg (Fernwanderweg auch für Radler)
- und der Rundweg 5 des Landkreises Rosenheim.
Wander- und Spazierwege
Mehrere gut markierte Wanderwege gibt es rund um Rott am Inn:
- den Hofmarkweg mit einer Länge von 2,8 (Route 1) bzw. 4,2 Kilometern (Route 2)
- den Weg des Wassers (3 Kilometer)
- den Entenweiherweg (6 Kilometer)
- und den Innauenweg (7 Kilometer)
Alle Wege beginnen in der Ortsmitte an der Rotter Achse. Faltblätter mit Wegeplänen gibt es in der Gmeindeverwaltung Rott am Inn (Kontakt siehe unten) oder in vielen Rotter Gaststätten und Cafés.
Für ausgedehnte Wanderungen bietet sich auch hervorragend der Rotter Forst an, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Oberbayern mit ca. 16 Quadratkilometern. Orientierung bietet eine große Übersichtstafel am Wander-Parkplatz direkt an der Kreisstraße zwischen Rott und Ostermünchen. Das großteils schachbrettartige Wegesystem erleichtert die Orientierung. Im Forst gibt es einige Biotope und unter Naturschutz stehende Flächen - insbesondere zu nennen sind die ca. 300 Hektar Moorgebiet mit ca. 20 Hektar Offenhochmoor.
Flyer "Der Rotter Forst" Außenseite mit Erläuterungen
(JPG-Datei, 580 KB)
Flyer "Der Rotter Forst" Innenseite mit Karte (JPG-Datei,
480 KB)
Rotter Bauernmarkt
Jeden Freitag (außer Januar) findet von 11 bis 17
Uhr der Rotter Bauernmarkt statt.
www.rotter-bauernmarkt.de
Die Benediktinerabteikirche St. Marinus und Anianus in Rott
a. Inn
Im 11. Jahrhundert wurde in Rott a. Inn ein Benediktinerkloster gegründet. Später wurde ein Teil des Klostergebäudes als Brauerei genutzt, seit 1990 ist der renovierte Bau Sitz der Gemeindeverwaltung.
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Die ehemalige Benediktiner-Klosterkirche St. Marinus und Anianus, erbaut in den Jahren 1759 bis 1763 nach Plänen des kurkölnischen Hofbaumeisters Johann-Michael Fischer, gehört zu den besten Sakralbauten Süddeutschlands und dient heute als Pfarrkirche. An ihrer Ausstattung haben erstklassige Künstler mitgewirkt: der hofbefreite Bildhauer Franz Ignaz Günther stellte seine besten Figuren an die Altäre, die farbenprächtigen Deckenfresken malte Mathäus Günther, den kostbaren Stuck schuf Jakob Rauch. An die romanische bzw. gotische Bauzeit erinnern noch die Säulen mit den Würfelkapitellen in den Turmerdgeschoßen, eine Mandorla (Maria mit Kind) in der nördlichen Seitenapside (Anf. 14 Jhd.) sowie die Märtyrerlegende einer unbekannten Heiligen an der Außenwand des Südturms (um 1440).
Der Vorraum (bis zum Gitter) ist täglich von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Der Kirchenraum ist sonntags nach dem Zehn-Uhr-Gottesdienst bis 12 Uhr und von 13 bis 17.30 Uhr geöffnet sowie freitags und samstags von 13 bis 16 Uhr. Weitere Führungen können werktäglich außer Mittwoch zwischen 9 und 12 Uhr im Pfarramt unter Telefon: 08039 1202 bestellt werden.
Rotter Achse
Die so genannten Rotter Achse bietet einen freien Blick vom Abt Benedikt-Lutz-Brunnen über den Kirchzugang und durch den linken Klosterflügel (jetzt Gemeindeverwaltung) hindurch, dann weiter über den Klosterweg hinweg bis zur Zeitstele "ecclesia et mundus" am Friedhofseingang. Die vier Seiten der Stele aus Sedimentgestein, zeigen Texte von Augustinus und Paul Celan zum Zeitbegriff und Modelle der naturwissenschaftlichen und christlichen Weltentwicklung.
Ein Schriftband an der Stirnseite des ehemaligen Klostergebäudes zeigt in großen Lettern die Entwicklung des Ortsnamens Rott durch die Jahrhunderte.
Die Kaisergruft der Familien Kaiser/Zwicknagel ist die letzte Ruhestätte des ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten Dr. hc Franz Josef Strauß und dessen Gattin Marianne. Die Gruft befindet sich am unteren Eingang zum alten Teil des Rotter Friedhofs. Franz Josef Strauß ist Ehrenbürger der Gemeinde Rott a. Inn.
Filialkirche "Unsere Liebe Frau" - Feldkirchen
Ebenfalls einen Besuch wert ist die Filialkirche "Unsere Liebe Frau" in Feldkirchen, mit ihrem Kirchturm aus dem Jahre 1298. Die Wallfahrtskirche gehörte zum Besitz des Rotter Klosters. Sie erhielt im 16. Jahrhundert ihr heutiges Aussehen und war lange Zeit Sitz einer Schiffsbruderschaft.
Bemerkenswert sind die spätgotische Muttergottesfigur (um 1500) und das Holztafelgemälde Maria im Ährenkleid (ca. 1550). Eine umfangreiche Sanierung und Restaurierung fand 1989/1990 statt. Die Kirche liegt nahe des Innradweges.
Mehr Informationen
Gemeindeverwaltung Rott a. Inn
Kaiserhof 3, 83543 Rott am Inn
Telefon 08039 9068-0
Lage von Rott anzeigen JPG-Datei, 92 KB)
Offizielle Internetseite: www.rottinn.de
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