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Maitenbeth  

Ortsansicht

Maitenbeth, am Rande des Großhaager-Forsts gelegen verdankt seine reizvolle, hügelige Lage den Gletschern der Rißeiszeit (nördlich der heutigen B12) und den Gletschern der Würmeiszeit (südlich der heutigen B12). Der Ort Maitenbeth wurde erstmals in einer Freisinger Matrikel 1315 als Aetenpeth erwähnt. Der älteste Ortsteil Etschlohe (Ehezillaba) fand seine erste urkundliche Erwähnung bereits im Jahre 977. Traurige Berühmtheit erreichte der Ort am 3. Dezember 1800 als hier die Entscheidung im 2. Koalitionskrieg (Schlacht von Hohenlinden) fiel. Maitenbeth ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt, ist wegen seiner Nähe zur Landeshauptstadt München und seines dörflichen Charakters aber auch ein beliebter Wohnort.

Die reizvolle, hügelige Landschaft mit den ausgedehnten herrlichen Wäldern des Großhaager Forstes laden ein zum Wandern und Radfahren. Toteiskessel (Relikte der Eiszeit), zahlreiche Biotope und natürliche Bäche prägen das Bild einer nachhaltigen Forstwirtschaft in einer über 1.200 Hektar großen, zusammenhängenden Waldfläche.

Maitenbeth


Radeln und Wandern

Durch das Gemeindegebiet von Maitenbeth führt die Haager Westtour und die Route Haager Land, der Zubringer zum Innradweg.


Pfarrkirche St. Agatha Maitenbeth

Pfarrkirche St. Agatha

Über den Bau der Kirche liegen keine Aufzeichnungen vor. Einer Sage nach sollte eine Kirche im nahe gelegenen Neukirchen errichtet werden. Ein Zimmermann verletzte sich jedoch beim Zurichten des Bauholzes. Ein Rabe trug einen blutgetränkten Holzspan bis zur Maitenbether Anhöhe und legte ihn dort nieder (Darstellung im Gemeindewappen). Man sah dies als Zeichen des Himmels und errichtete die neue Pfarrkirche an dem angezeigten Platz. In der Chronik des Expositus Franz Haistracher (1858) ist nachzulesen dass bereits im Jahre 1488 in Maitenbeth eine Kirche bestanden hatte. Ab 1680 wurde die Kirche zu ihrer heutigen Form umgebaut und im Jahre 1707 eingeweiht. Bestattungen fanden jedoch, bis 1840 ein eigener Friedhof errichtet wurde, weiterhin in Kirchdorf statt. 1847 wurde die Filialkirche zur Expositur erhoben. 1873 wurde Maitenbeth selbständige Pfarrei. 1991 wurde der Pfarrverband Rechtmehring-Maitenbeth gegründet. Im Jahre 1803 wurde die Maitenbether Kirche schwer in Mitleidenschaft gezogen, denn in Folge der Schlacht von Hohenlinden benutzten die österreichischen Soldaten das Gotteshaus als Feldschmiede und Heerlager. Die Kirchenstühle fanden als Brennmaterial Verwendung.


Weitere Kirchen und Kapellen

Breitmösl-Kapelle

Die Breitmösl-Kapelle stammt aus der 2. Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sie wurde der Hl. Barbara geweiht. Die ursprüngliche Barbara-Figur steht aber heute in der Pfarrkirche. In der Kapelle befindet sich nun eine kleine Gipsfigur der Heiligen.

Neugotische Andachtskapelle in Niesberg. Die Kapelle wurde um 1840 erbaut und der Hl. Maria geweiht.

Andachtskapelle in Niesberg

Marienkapelle (erbaut 1822) bei Brandstätt. Sie wurde im Jahr 1982 anlässlich einer Fahnenweihe vollkommen renoviert.

Marienkapelle

Neu errichtete Kapelle an der Gemeindegrenze zu Isen im Ortsteil Lacken. Die Kapelle wurde vom Besitzer in über 1.300 Stunden handwerklicher Meisterleistung aus Dankbarkeitsgründen errichtet und im Jahre 2002 der Hl. Maria geweiht. Laufend werden hier in den Sommermonaten Andachten und Rosenkränze abgehalten.

Kapelle im Ortsteil Lacken


Mehr Informationen

Gemeinde Maitenbeth
Haager Straße 5, 83558 Maitenbeth
Telefon 08076 9166-0

Lage von Maitenbeth anzeigen (JPG-Datei, 92 KB)
Offizielle Internetseite: www.maitenbeth.de

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