Griesstätt
Die Gemeinde Griesstätt zählt zu den ältesten Siedlungen auf altbayerischem Boden. Sie liegt über dem rechten Innufer und wurde 924 in der Rhini-Urkunde des Herzogs Arnulf von Bayern erstmals erwähnt. Im Außenbereich wird das Bild der Gemeinde weitgehend von der Landwirtschaft geprägt. 1857 ging die politische Gemeinde Griesstätt aus den drei Steuerdistrikten Griesstätt, Holzhausen und Kolbing hervor. Im Jahre 1981 legte sich Griesstätt ein offizielles Gemeindewappen zu. Es vereinigt die Wappenattribute der ehemaligen Hofmarken Griesstätt und Laiming sowie des Klosters Altenhohenau.
Baden am Kettenhamer Weiher
Der kleine Badesee in der Gemeinde befindet sich in Kettenham wenig östlich von Griesstätt.
Radeln und Wandern
Zahlreiche Wander- und Radwanderwege führen durch hügeliges Feld-, Wald- und Wiesengelände.
Durch das Gemeindegebiet Griesstätt führen folgende ausgeschilderten Routen:
- der Innradweg,
- der Mozartradweg,
- der Alz-Inn-Radweg,
- der Wasserburger Radrundweg,
- der südostbayerische Jakobsweg
- und die Rundwege 5 und 6 des Landkreis Rosenheim.
Klosterkirche St. Peter und Paul in Altenhohenau am Inn
Altenhohenau liegt in den Flußauen nahe der Straße, die von Rosenheim über Griesstätt nach Wasserburg führt. Für diese Lage dürfte der Stifterwille Graf Konrad`s von Wasserburg maßgebend gewesen sein. Er stiftete als Ersatz für sein nicht erfülltes Kreuzzugversprechen 1235 das erste Dominikanerkloster in Südbayern, das ohne Unterbrechung bis zu seiner Aufhebung durch die Säkularisation im Jahr 1803 existierte. Glücklicherweise hat die Kirche die unsinnige Zerstörungswut der Säkularisation von 1803 ziemlich schadlos überstanden. Nach dem 30jährigen Krieg begann ein äußerer und innerer Umbau, dem die Kirche ihr heutiges Aussehen verdankt. 1925 wurde das Kloster wiederbegründet.
Die Klosterkirche St. Peter und Paul beherbergt das Grab
der seligen Kolumba Weigl und deren segensreiche Figur das
"Columba Jesulein", eine Jesuskindfigur. Zu besonderen
Festtagen wird das Jesulein umgekleidet.
Weitere Kirchen und Kapellen
Pfarrkirche St. Johann Baptist, spätgotischer Bau, im 19.
Jahrhundert verändert. Kreuzigungsgruppe aus der Werkstatt
Ignaz Günthers von 1767, bedeutende Rotmarmorsteine der
Spätgotik. Auf dem Kirchplatz steht ein Marienbrunnen aus
Bronze des Griesstätter Künstlers Hans Huschka.
Berg: Kirche St. Georg, gotischer Bau mit romanischem
Langhaus, Hochaltar 18. Jahrhundert, gute spätgotische
Einzelfiguren
Kolbing: Lourdeskapelle
Das Kreuz beim Vorderkirchmaier Hof in Griesstätt wurde
anlässlich einer Primiz im Jahr 2003 aufgestellt.
Mehr Informationen:
Gemeindeverwaltung Griesstätt
Innstr. 4, 83556 Griesstätt,
Telefon 08039 9056-0,
Lage von Griesstätt anzeigen (JPG-Datei, 92 KB)
Offizielle Internetseite: www.griesstaett.de
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