Das Rathaus der Stadt Wasserburg a. Inn wurde 1457 bis 59 anstelle eines früheren, um 1252 entstandenen und nach dem Stadtbrand von 1339 erneuerten Rathauses erbaut. Die Gliederung des eindrucksvollen, spätgotischen Baues orientiert sich an den Funktionen und Aufgaben der damaligen Stadtverwaltung.
Im Brothaus wurden bis in die 1970er Jahre die
Backwaren sämtlicher ortsansässiger Bäcker angeboten. Es
beherbergt heute ein Café. An die ehemalige Kornschranne
erinnert die Eingangshalle des Rathauses.
Der kleine Rathaussaal (Ratsstube) im Obergeschoss war
der traditionsreiche Versammlungsort des Stadtrates
früherer Jahrhunderte, aber auch einiger Kreistage, denn
Wasserburg war bis 1806 baierische (Reichs-)Kreisstadt. Mit
seinen unverändert erhaltenen Decken und
Fresken von 1564 und den Schränken von 1666 ist er
eine der Hauptsehenswürdigkeiten.
Im Tanzhaus, dem heutigen großen Rathaussaal, wurden von
jeher Feste, Hochzeiten, Empfänge und
sonstige Empfänge abgehalten. Die heutige
Ausgestaltung erhielt dieser Raum in den Jahren
1902-1904, nachdem er beim Stadtbrand 1874 ausgebrannt
war. Heute dient er unter anderem den bekannten
Rathauskonzerten als stimmungsvoller Raum.
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