Stadt Wasserburg am Inn

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Unsere Partnerstädte

Vincennes, USA

Wappen Vincennes

Die Stadt Vincennes im Südwesten des nordamerikanischen Bundesstaats Indiana liegt wie Wasserburg an einem Fluss, dem Wabash, der auch die Grenze zum benachbarten Bundesstaat Illinois im Westen bildet. Die Stadt hat knapp 20.000 Einwohner, ist also etwas größer als Wasserburg und Verwaltungssitz des Bezirks Knox County.

Auch als historisch wichtiger Handelsplatz und Verkehrsknotenpunkt weist Vincennes geschichtliche Parallelen zur Partnerstadt am Inn auf; sie liegt heute am Kreuzungspunkt von zwei Autobahnen (Highway 41 und 50) und zweier Eisenbahnlinien, auf denen aber nur Güterzüge verkehren, deren laute Signalhörner man insbesondere Nachts durch weite Teile der Stadt hört.

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Entwicklung der Städtepartnerschaft

Ernestine Dillon und ihre Enkelin (li) und Ralph Ruppel (Mitte) empfangen 1998 die damalige Elternbeiratsvorsitzende Edeltraud Budenhofer und ihre Tochter Ursula sowie Gunter Fuchs von der Schulleitung des Gymnasiums Wasserburg am Flughafen Indianapolis
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Der Vorstand des Vincennes Komitees 2008: Edeltraud Budenhofer, Matthias Haus, Lorenz Grasberger (+ 2016), Nina Kristen, Otto Zwiefelhofer und Gunter Fuchs.
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Ralph Ruppel (+ 2012) im „Bayernbüro“  seines Hauses, in dem auch viel von und über Wasserburg zu finden war
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Stadtrat Dr. Ludwig Scheidacher (+ 2007): Auf seine Initiative hin wurde das Vincennes Komitee gegründet und im zweiten Anlauf die Partnerschaft mit Vincennes beschlossen
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Vincennes und Wasserburg sind seit 1999 Partnerstädte.

Die Städtepartnerschaft geht auf Kontakte und Besuche des Trachtenvereins in den frühen 90er Jahren zurück, die durch Vermittlung von Ernestine Dillon zu Stande gekommen waren, einer Wasserburgerin, die in die Region ausgewandert war.

Bald kamen erste Schüleraustauschprojekte dazu, die zunächst aber unregelmäßig waren und sich zum Teil auf sehr wenige Teilnehmer, insbesondere von amerikanischer Seite, beschränkten. Ralph Ruppel organisierte aber wiederholt den Aufenthalt von Besuchergruppen in Südbayern, die natürlich auch Wasserburg besuchten. Vor diesem Hintergrund entstand dann auch die Idee, Vincennes zur ersten Partnerstadt Wasserburgs zu machen. Doch nach kontroverser Diskussion lehnte im Frühjahr 1998 der Stadtrat den entsprechenden Antrag ab. Zu groß schien die Entfernung, und organisatorische Strukturen zur Betreuung einer Partnerschaft gab es auch nicht.

Nach einer kurzen Phase der Enttäuschung bei denjenigen, die die Kontakte in den Mittleren Westen über mehrere Jahre aufrechterhalten hatten, also Trachtenverein und Gymnasium, machte man sich daran, den durchaus nachvollziehbaren Kritikpunkten der Skeptiker Sachargumente entgegenzusetzen: Auf Initiative von Stadtrat Dr. Ludwig Scheidacher wurde am 20. März 1999 im Gewölbekeller seines Hauses das „Vincennes Komitee“ als Gegenstück zu „Sister Cities“ in Vincennes gegründet, um mit interessierten und engagierten Mitgliedern eine Partnerschaft kontinuierlich zu betreuen, die dafür erforderlichen persönlichen Kontakte zuverlässig zu organisieren und zu pflegen und damit den Stadtrat von dieser Aufgabe zu entlasten.

Das Komitee bestand zunächst aus sieben Personen: als Vertreter der Stadt neben Dr. Scheidacher noch Otto Zwiefelhofer, vom Gymnasium mit Edeltraud und Ursula Budenhofer, Nina Bauer, Helmut Loher und Gunter Fuchs Vertreter des Elternbeirats, der Schüler- und Lehrerschaft und der Schulleitung. In der ersten Mitgliederversammlung wurde dann noch mit Lorenz Grasberger der Vorsitzende des Trachtenvereins in den sechsköpfigen Vorstand gewählt. Diese personelle Basis und die in den Statuten des „Vincennes Komitees“ festgelegten Ziele vermochten den Stadtrat nun offenbar zu überzeugen: In seiner Sitzung vom 23.07.1999 zog man gemeinsam einen klaren Schlussstrich unter alle kontroversen Diskussionen in dieser Sache und beschloss mit überwältigender Mehrheit die Partnerschaft mit Vincennes.

Auch wenn die Mitgliederzahl im Komitee überschaubar blieb und wohl auch bleiben wird: Ein „harter Kern“ von Aktiven betreut die einzelnen Gäste und die Delegationen aus der amerikanischen Partnerstadt bei ihren Besuchen hier und organisiert umgekehrt die Gegenbesuche dort, so z. B. den der Wasserburger Delegation, die 2007 zum immerhin 275-jährigen Gründungsjubiläum nach Vincennes reiste. Daneben gibt es auch immer wieder individuelle Kontakte in beide Richtungen. Und ein festes Standbein ist nach wie vor der gut funktionierende Austausch zwischen dem Luitpold-Gymnasium und Schülern der diversen High Schools in Vincennes und Studenten der Vincennes University.

Geschichte und Sehenswertes

George-Rogers-Clark Memorial
George-Rogers-Clark Memorial

Vincennes ist für amerikanische Verhältnisse ein alter Ort und damit auch die älteste Stadt im Bundesstaat Indiana. Schon seit 1702 befand sich dort ein französischer Pelzhandelsposten. Ihren Namen erhielt die Ansiedlung vom französischen Adligen Francois-Marie Bissot de Vincennes, dem ersten Befehlshaber des dort 1732 errichteten Forts. Nach dem Siebenjährigen Krieg fiel Vincennes an die Briten, behielt aber noch lange seine französische Prägung bei. Dementsprechend ist auch der Herkunftsort des Namensgebers, der Pariser Vorort Vincennes, eine weitere Partnerstadt.

Die Briten nannten die befestigte Siedlung Fort Sackville. 1778 kam es zu einem Aufstand der französischstämmigen Bewohner, unterstützt von lokalen Indianerstämmen, nachdem man sich mit den nach Unabhängigkeit strebenden Kolonien verbündet hatte. Zwar konnte der Aufstand zunächst von britischen Truppen niedergeschlagen werden, doch am 25. Februar 1779 gelang es dem amerikanischen Pionier George Rogers Clark, die Siedlung von der britischen Besatzung zu befreien. An diesen bedeutsamen Tag und seinen Helden erinnert das am Ufer des Wabash gelegene monumentale George-Rogers-Clark Memorial; das markante Wahrzeichen der Stadt hat immerhin den Status eines Nationaldenkmals.

Eine weitere Sehenswürdigkeit ist die St. Francis Xavier-Basilika, die daran erinnert, dass Vincennes von 1834 bis 1898 Sitz eines römisch-katholischen Bischofs war, bis dieser Bischofssitz nach Indianapolis verlegt wurde.

Traditionsreich ist auch die Vincennes University, die aus der bereits 1801 gegründeten Jefferson Academy hervorging und damit zu den ältesten Einrichtungen dieser Art in den Vereinigten Staaten gehört.

Schüleraustausch des Luitpold-Gymnasiums 2017: Die amerikanische Austauschgruppe mit ihren Begleitern vor Schloss Herrenchiemsee
Schüleraustausch des Luitpold-Gymnasiums 2017

Mehr Infos:

Vincennes bei der deutschsprachigen Wikipedia

Internetseiten der Stadt Vincennes www.vincennes.org

Cugir, Rumänien

Wappen Cugir

Die Stadt mit rund 21.000 Einwohnern liegt im Kreis Alba Iulia am westlichen Rand Siebenbürgens. Unmittelbar südlich der Stadt erheben sich die Berge des südlichen Karpatenbogens, die bis zu 2.500 Meter hoch sind. Herrmannstadt (Sibiu) liegt ca. 90 km entfernt und Klausenburg (Cluj-Napoca) rund 130 km. Cugir befindet sich nur wenige Kilometer abseits der zwischenzeitlich weitgehend fertiggestellten Autobahn 1, der Haupttransitroute zwischen Ungarn und der Hauptstadt Bukarest.

Cugir wurde erstmals 1493 unter dem Namen „Villa Kudzir” urkundlich erwähnt. Besiedelt war der Ort aber wohl bereits deutlich früher. Auf dem Berg “Cetate”  wurden Reste eines altertümliches Fürstengrabes und in der Nähe Ruinen einer dakischen Festung aus dem dritten Jahrhundert gefunden.

Cugir ist flächenmäßig eine der größten Gemeinden Rumäniens. Das Stadtgebiet ist ca. 350 Quadratkilometer groß und besteht insbesondere aus Wald und Gebirgsflächen. Die Stadt hat neben dem Hauptort sieben weitere Ortsteile mit unzähligen kleinen Siedlungen und Gehöften in den Bergen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg war die Stadt das größte Zentrum der Rüstungsindustrie in Rumänien. Auch heute wird Cugir noch von der Metall- und Rüstungsindustrie geprägt, wo viele Menschen auch aus dem weiten Umkreis beschäftigt sind.

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Entwicklung der Städtepartnerschaft

Cugir und Wasserburg sind seit 2009 Partnerstädte.

Den Ursprung haben die freundschaftlichen Beziehungen zwischen Cugir und Wasserburg am Inn in den frühen 1990er Jahren. Nach dem Zusammenbruch des diktatorischen Systems in Rumänien wurden zahlreiche Hilfslieferungen von Wasserburg nach Cugir gebracht, für die sich in erster Linie die Vereine Freunde Maria Rast und die Kolpingsfamilie Wasserburg engagierten und noch bis heute engagieren. Durch den Verlust von tausenden Arbeitsplätzen in der Industrie hatte es Cugir in den Zeiten des Umbruchs vergleichsweise hart getroffen. Auch wenn viele Menschen zwischenzeitlich wieder in einem gewissen Wohlstand leben, konnten große Teile der Bevölkerung vom Aufschwung nicht oder nur unzureichend profitieren; Hilfe für den Wiederaufbau ist nach wie vor nötig.

2006 unterzeichneten die beiden Ersten Bürgermeister – Michael Kölbl aus Wasserburg und Adrian Teban aus Cugir – in Wasserburg einen Freundschaftsvertrag und haben damit die Verbindung der beiden Städte auch amtlich besiegelt. Am 26.11.2009 hat der Stadtrat Wasserburg schließlich einer offiziellen Partnerschaft mit der Stadt Cugir zugestimmt.

Die Beziehungen zwischen den beiden Städten wurden in den vergangenen Jahren stetig intensiviert und ausgebaut. Zwischenzeitlich haben sich Kontakte auch auf privater Basis über die offizielle Ebene hinweg gebildet.

Tourismus und Kultur

Cugir liegt unmittelbar am Rande des Hauptgebirgszuges der Südkarpaten mit riesigen Laubwäldern und einer sehr ursprünglichen Landschaft. Die pittoresken Städte Siebenbürgens sind wie auch mehrere Nationalparks vergleichsweise schnell und bequem erreichbar. Der Tourismus ist noch kaum entwickelt, so dass die gesamte Region gerade für Individualtouristen ein sehr reizvolles Reiseziel darstellt. 

Ein beliebtes Ausflugsziel noch im Stadtgebiet ist das rund 20 km vom Zentrum entfernte "Prislop Chalet“. Bekannt ist auch das Naturschutzgebiet “Sureanu”, mit einem der höchsten Aussichtspunkte der Region, einem Gletschersee und einem schönen Ferienhaus.

Die größte kulturelle und künstlerische Veranstaltung ist das jährlich stattfindende und mehrere Tage dauernde Herbst-Festival "Toamna cugireana".

Wirtschaft

Seit dem vergangenen Jahrhundert ist Cugir ein wichtiger Industriestandort in Rumänien. Bekannt ist die Stadt durch seine metallverarbeitende Industrie und insbesondere die Rüstungsindustrie. Mit den politischen Umwälzungen in Rumänien kam zunächst der wirtschaftliche Zusammenbruch.

Zwischenzeitlich sind die Werke großteils restrukturiert und privatisiert worden. Die alten und teilweise nicht mehr genutzten Industrieflächen wurden in einen Industriepark umgewandelt, in dem sich zahlreiche neue Firmen angesiedelt haben. So werden in Cugir neben unzähligen verschiedenen Metallwaren, für deren Herstellung die Stadt wieder ein Zentrum ist, zwischenzeitlich auch Möbel, Textilien, und anderweitige Güter hergestellt.

Durch die inzwischen gute Verkehrsanbindung, eine weitgehend sanierte Infrastruktur und die sehr gut ausgebildete Bevölkerung finden Investoren in Cugir gute Voraussetzungen vor. 

Rathaus von Cugir
Rathaus von Cugir
casa de cultura (Haus der Kultur)
casa de cultura (Haus der Kultur)
Ortsschild von Cugir
Ortsschild von Cugir
Fußgängerzone im Stadtzentrum
Fußgängerzone im Stadtzentrum
Cugir von oben
Cugir von oben
Cugir von oben
Cugir von oben
Cugir von oben
Cugir von oben
Kirche St. Georg
Kirche St. Georg
Orthodoxe Kathedrale
Orthodoxe Kathedrale
Krankenhaus
Krankenhaus
älteres Viertel mit historischer Bebauung
älteres Viertel mit historischer Bebauung
nahe gelegener Nationalpark "Retezat"
nahe gelegener Nationalpark "Retezat"

Mehr Infos:

Cugir bei der deutschsprachigen Wikipedia

Internetseiten der Stadt Cugir (mit englischsprachigem Teil) www.primariacugir.ro

Kopfzeile: Panoramabild von Cugir. Foto: G. Raab

Weitere Informationen

Amt für Öffentlichkeitsarbeit

der Stadt Wasserburg a. Inn
Zimmer Nr. 13, 1. OG
Marienplatz 2
83512 Wasserburg a. Inn

Telefon: 08071 105-19
oeffentlichkeitsarbeit(@)wasserburg.de

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