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Hochwasser

Inn-Pegel Wasserburg

Den aktuellen Pegelstand des Inn bei Wasserburg können Sie beim Hochwassernachrichtendienstes Bayern einsehen: www.hnd.bayern.de

Der direkte Link zum Pegel Wasserburg: www.hnd.bayern.de/pegel/inn/wasserburg-18003004

Der Pegelstand kann auch telefonisch unter 01804 370037-423 abgefragt werden.

Im Falle von sehr starkem Hochwasser werden die Stadtverwaltung und die Einsatzleitung nach Möglichkeit an dieser Stelle aktuelle Informationen zur Hochwassersituation bereit stellen.

Direkt vom Krisenstab informiert werden im Ernstfall auch Presse und Medien.

So können Sie sich selber schützen

Mit den folgenden Hinweise können Sie sich auf eine Hochwassersituation vorbereiten bzw. ein Hochwasser ggf. besser durchzustehen.

Vor dem Hochwasser

Bauvorsorge betreiben:

  • Hochwassergefährdete Stockwerke und Gebäudeteile angepasst nutzen
  • Hochwasserverträgliche Baumaterialien verwenden
  • Versorgungseinrichtungen (Heizanlage, Strom, Wasser) unter Berücksichtigung der Hochwassergefahr planen oder umbauen


Vorbereitende Maßnahmen treffen:

  • Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum Abdichten gefährdeter Räume anschaffen Heizöltank sichern (Verankerung oder Ballastierung gegen Aufschwimmen) und Tanks verwenden, die für „Wasserdruck von außen“ geeignet sind (vgl. Merkblatt des bayerischen Umweltministeriums)
  • Absperrmöglichkeiten von Leitungen vorbereiten
  • Gefährliche Stoffe oder Chemikalien rechtzeitig auslagern
  • Versorgung hilfebedürftiger oder kranker Personen planen (z.B. durch „Evakuierung“ zu Verwandten oder Freunden außerhalb der Gefahrenzone)
  • Evakuierung von Tieren planen/vorbereiten
  • Im Gefahrenfall können Festnetztelefon und auch Mobilfunknetz ausfallen: Daher mit Nachbarn Not- und Gefahrenzeichen absprechen
  • Alle Familienmitglieder über die getroffenen Vorsorgemaßnahmen (v.a. Hauptschalter und Absperrventile, richtiges Verhalten, Dokumentensicherung usw.) informieren Mit allen Familienmitgliedern die Aufgabenverteilung im Ernstfall absprechen


In Einzelfällen notwendig:

  • Lebensmittel- und Trinkwasservorrat anlegen
  • Netzunabhängiges Radio und ausreichend Reservebatterien sicherstellen
  • Netzunabhängige Notbeleuchtung sicherstellen
  • Netzunabhängige Kochgelegenheit sicherstellen
  • Ersatztoilette planen
  • Notgepäck und Sicherung von Dokumenten vorbereiten

Wenn sich ein Hochwasser ankündigt

  • Aktuelle Wettermeldungen und Hochwassernachrichten und -warnungen über die Rundfunksender, die Videotexttafeln von Fernsehsendern ihres Sendegebiets und ggf. Internet verfolgen
  • Gefährdete Gewässer- und Uferbereiche verlassen, Warnungen vor Vorabsenkungen von Talsperren und Stauanlagen und künstlichen Hochwasserwellen beachten
  • Ggf. Mitbewohner oder Nachbarn, die gerade nicht vor Ort sind, informieren
  • Getroffene Vorsorgemaßnahmen überprüfen und ergänzen
  • Wichtige Telefonnummern aktualisieren und griffbereit halten
  • Gefährdete Räume leer räumen
  • Gefährdete Türen, Fenster, Abflussöffnungen usw. abdichten
  • Heizungen und elektrische Geräte in bedrohten Räumen sichern bzw. abschalten (Stromschlaggefahr entsteht bereits bei Kondenswasser! Tiefkühltruhe berücksichtigen)
  • Hausentwässerungsanlagen und Rückstauklappen im Keller überprüfen

Während des Hochwassers

Menschenleben vor Sachwerten:

  • Menschenrettung geht der Erhaltung von Sachwerten immer vor!
  • Keine Rettungsversuche ohne Eigensicherung, rufen Sie Hilfe!
  • Bei Gefahr von Überschwemmungen keinesfalls in Keller oder Tiefgaragen gehen!
  • Kinder aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit bringen!
  • Uferbereiche nicht betreten. Hier besteht Unterspülungs- und Abbruchgefahr! Gleiches gilt für überflutete/teilüberflutete Straßen: Absperrungen beachten und Anweisungen der Gemeinde und Einsatzkräfte unbedingt Folge leisten!
  • Auf Hochwasser führenden Gewässern nicht mit Privatbooten „spazieren" fahren (Wellenbildung und Gefahr von Hindernissen)


Vorsicht bei Kraftfahrzeugen:

  • Keine überfluteten Straßen durchfahren! Dringt Wasser in den Motorraum, droht erheblicher Schaden; die Betriebstemperatur eines Katalysators liegt bei rund 700°C, plötzliche Abkühlung kann zum Zerspringen des Keramikkopfes führen
  • Steht das Fahrzeug bis zur Ölwanne oder über die Räder im Wasser, keinesfalls starten, sondern abschleppen und in Werkstatt überprüfen lassen

Nach dem Hochwasser

  • Wasserreste und Schlamm entfernen, betroffene Räume jedoch erst leer pumpen, wenn das Hochwasser abgeflossen und der Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist (Gefahr durch Auftrieb und Wasserdruck)
  • Fußbodenbeläge und Verkleidungen zur Kontrolle entfernen oder öffnen
  • Betroffene Bereiche schnellstmöglich trocknen, um Bauschäden, Schimmelpilzbefall oder anderen Schädlingsbefall zu verhindern
  • Beschädigte Bausubstanz überprüfen lassen (Statik)
  • Vom Hochwasser betroffene elektrische Geräte und Anlagen vor Inbetriebnahme vom Fachmann überprüfen lassen
  • Heizöltanks auf Schäden überprüfen
  • Feuerwehr verständigen, wenn Schadstoffe (z.B. Pflanzenschutzmittel, Farben, Lacke, Reiniger, Heizöl) freigesetzt wurden. Eigene Maßnahmen (Ölbindemittel) nur in Absprache mit der Feuerwehr vornehmen.
  • Räume, in denen gearbeitet wird, gut belüften. Bei freigesetzten Schadstoffen nicht Rauchen und offenes Feuer vermeiden.
  • Obst, Gemüse oder Salat aus überschwemmten Gebieten nicht verzehren
  • Bei dicken Ölschlammschichten in Gärten oder auf Feldern das Landratsamt bzw. das Amt für Landwirtschaft verständigen
  • Informationen zu möglichen Badeverboten beachten.

Häufig gestellte Fragen zum Thema Hochwasser

Hochwasser FAQ

Wo kann ich den aktuellen Pegelstand erfragen?

Am einfachsten geht dies über den Hochwassernachrichtendienst Bayern auf www.hnd.bayern.de. Die Entwicklung des Pegels ist dort grafisch aufbereitet und auch Prognosewerte werden errechnet. Auch über die Info-Telefonnummer 01804 370037423 kann man den aktuellen Pegel abfragen.

Was bedeuten die Meldestufen 1 bis 4?

Vom Pegelstand sind zahlreiche Maßnahmen abhängig, die durch Erreichen bestimmter Wasserstände ausgelöst bzw. eingeleitet werden. Hierzu zählen beispielsweise das Schließen bestimmter Luken und Klappen, die Aktivierung von Pumpen, das Sperren von Uferwegen oder das Einlegen von Dammbalken.

Drohendes Hochwasser meldet das Landratsamt bereits bei Meldestufe 1 (Pegel 420 cm) an die Stadt bzw. außerhalb der Dienstzeiten direkt an verantwortliche Mitarbeiter. Die Meldestufen 2 und 3 erfolgen bei einem Pegel von 500 cm bzw. 550 cm und haben neben einzelnen pegelabhängigen Maßnahmen für Wasserburg lediglich informativen Charakter.

Spätestens mit Erreichen der Meldestufe 4 (600 cm) tritt ein Krisenstab zusammen, dem unter anderem der Erste Bürgermeister, das Ordnungsamt und die Feuerwehr mit der Einsatzleitung angehören. Der Krisenstab koordiniert den Einsatz der Rettungskräfte und ggf. des Katastrophenschutzes.

Was ist der Hochwassereinsatzplan?

Der Hochwassereinsatzplan ist ein detailliertes Handbuch für Behörden und Rettungskräfte, das regelmäßig fortgeschrieben und aktualisiert wird. Inhaltlich ist darin geregelt, was ab welchen Pegelständen von wem zu unternehmen ist und was im Falle bestimmter Gegebenheiten zu veranlassen ist. Da die Sammlung auch alle notwendigen örtlichen und überörtlichen Kontakte sowie private und dienstliche Mobilnummern beinhaltet, kann der Hochwassereinsatzplan für die Bevölkerung nicht zur Verfügung gestellt werden.

Ab wann werden Straßen gesperrt, etwa die Innbrücke?

Über Sperrungen wird hinsichtlich der Örtlichkeit und dem Zeitpunkt einzelfallbezogen und kurzfristig entschieden. Entsprechend ist eine Vorhersage leider nicht möglich.

Grundsätzlich muss bei einem massiven Hochwasser mit einer Sperrung der Innbrücke für Fahrzeuge und Fußgänger auf jeden Fall gerechnet werden, spätestens aber ab einem Pegel von 600 cm. Auch wenn das Bauwerk nicht gefährdet ist, kann der Einsatz eines Baggers notwendig werden, der an den Pfeilern angespülte Bäume entfernt und entsprechend Bewegungsflächen benötigt.

Durch Ausuferungen des Wuhrbachs kann auch eine Sperrung der Rosenheimer Straße notwendig werden. Auch in diesem Fall wird die direkte Verbindung Burgerfeld - Altstadt unterbrochen. Ein Shuttleservice kann kurzfristig grundsätzlich nicht bereitgestellt werden.

Bei einem extremen Hochwasser muss damit gerechnet werden, dass auch die westliche Stadtzufahrt über die Münchner Straße gesperrt wird und die Altstadt entsprechend in Gänze nicht mehr erreichbar ist.

Bis zu welchem Pegelstand ist die Altstadt sicher?

Nach menschlichem Ermessen ist ein Hochwasserschutz bis zu einem Pegel von rund 750 cm gewährleistet. Dämme und Mauern haben eine Höhe von ca. 760 bzw. 780 cm. Selbstverständlich werden die Rettungskräfte alles Mögliche unternehmen, die Altstadt auch darüber hinaus zu verteidigen, etwa durch die Auflage von Sandsäcken – zumindest solange dies technisch möglich und sinnvoll ist und keine Menschenleben gefährdet werden.

Generell ist aber zu bedenken: Jedes Hochwasser ist eine Naturkatastrophe, deren Entwicklung nicht vorhersehbar ist. Wie schnell Naturkräfte der menschlichen Technik überlegen sein können, das hat sich in der Vergangenheit schon mehrfach bewiesen. Auch in Wasserburg a. Inn beim Hochwasser 2005, nachdem ein alter Kanal freigespült wurde und unvorhersehbar das Wasser unter dem Burgberg in die Stadt gedrückt wurde.

Ab welchem Pegelstand ist es sinnvoll, Keller oder/und Erdgeschoss zu räumen?

Diese Frage kann Ihnen niemand beantworten. Eine offizielle Warnung bzw. eine Aufforderung von offizieller Stelle wird hierfür zu keinem Zeitpunkt erfolgen. Es liegt im Ermessen jedes einzelnen, welche Sachwerte er wann und wie schützen möchte. Im Einzelfall dürfte dies vor allem davon abhängig sein, wie hoch der Wasserstand bereits ist und welche Prognosen für die weitere Entwicklung des Pegels vorliegen.

Bitte bedenken Sie: Menschenleben geht in jedem Fall vor Sachwerten! Gehen Sie kein Risiko für sich und das Leben anderer Menschen sowie für das der Rettungskräfte ein!

Wo erfolgt die Ausgabe von Sandsäcken?

Die Stadt kümmert sich im Einsatzfall um eine ausreichende Anzahl an Sandsäcken. Diese werden in erster Linie für die Verteidigung von neuralgischen Punkten für die Rettungskräfte bereit gehalten. Gleichzeitig werden sie aber auch - soweit genügend Ressourcen verfügbar sind - an die Bürgerschaft ausgegeben. Sandsackausgabestellen sind, sofern von der Einsatzleitung keine anderen Stellen bekannt gegeben werden, in der Altstadt der Parkplatz am Gries, für Bereiche südlich der Innbrücke an der Mittelschule am Klosterweg.

Bitte beachten Sie, dass eine Hochwasserabwehr mit Sandsäcken im Fall einer Vollüberflutung ab bestimmten Wasserhöhen und Wasserdrücken nicht mehr sinnvoll ist.

Ab wann erfolgt eine Evakuierung der Altstadt oder anderer Stadtteile?

Das ist stark abhängig von der Entwicklung der jeweiligen Hochwassersituation. Einen fest vorgesehenen Zeitpunkt bzw. einen bestimmten Pegelstand gibt es hierfür nicht.

Evakuierungen werden je nach Lage und Örtlichkeit in zwei Stufen durchgeführt. Stufe 1 „interne Evakuierung“ bedeutet, dass sich Personen nicht mehr in Keller und Erdgeschoss aufhalten dürfen (Umzug ins 1. OG). Bei Stufe 2, der „externen Evakuierung“, werden alle Personen gänzlich aus dem Gefahrenbereich verbracht. Die betroffene Bevölkerung wird jeweils mittels Lausprecherdurchsagen informiert und entsprechende Handlungsanweisungen werden mitgeteilt.

Wo liegt der Sammelplatz für den Evakuierungsfall?

Falls eine Evakuierung aus bestimmten Stadtbereichen erforderlich ist, sammeln sich die Betroffenen auf dem Parkplatz Auf der Burg, soweit keine andereren Sammelstellen angegeben wurden.

Wohin werden die betroffenen Bürger evakuiert?

Der Hochwassereinsatzplan sieht vor, die Betroffenen von den Sammelpunkten aus in die Unterkünfte Badria, Grundschule und Turnhalle Reitmehring sowie Gymnasium zu evakuieren.

Ich will helfen. Was kann ich tun und wo kann ich mich melden?

Im Regelfall sind die Rettungskräfte bestens gerüstet. Sofern der Einsatz der Bevölkerung sinnvoll und erforderlich ist, wird dies seitens des Krisenstabes über einen Aufruf gestartet. Dabei werden auch die Anlaufstellen für Hilfswillige mitgeteilt.

Wo erhalte ich weitere Informationen?

Je nach Lage und Prognose entscheidet die Einsatzleitung, ob im Rathaus eine Informationsstelle eingerichtet wird. Diese Stelle informiert die Öffentlichkeit soweit möglich persönlich und/oder durch Aushang. Ist die Stelle eingerichtet, ist sie unter der bekannten Telefonnummer der Stadtverwaltung 08071 105-0 erreichbar.

Auch auf diesen Internetseiten (Homepage der Stadt Wasserburg a. Inn) werden im Krisenfall zusätzliche Informationen verfügbar sein. Gleichzeitig wird auch die örtliche Presse zeitnah informiert, um aktuelle Informationen zur Verfügung zu stellen.

Und noch ein Hinweis an alle "Schaulustigen":

Bitte machen Sie sich nicht persönlich vor Ort ein Bild der Situation, wenn Sie nicht selbst betroffen sind. Und wenn Sie Ihre Neugierde trotzdem ins Hochwassergebiet führt, so behindern Sie bitte keinesfalls die Hilfsarbeit der Rettungskräfte! Halten Sie sich an die Anweisungen und betreten Sie keinesfalls die gesperrten Bereiche! Den Anweisungen der Hilfskräfte ist stets Folge zu leisten!

Infos zum Thema finden Sie auch auf folgenden Seiten:

Eindrücke vom Rekord-Hochwasser im August 2005

Blick Richtung Innwerk
Blick Richtung Innwerk
Beseitigung Schwemmgut
Beseitigung Schwemmgut
Beschädigte Innbrücke
Beschädigte Innbrücke
Beschädigte Innbrücke
Beschädigte Innbrücke
Otto-Geigenberger-Weg
Otto-Geigenberger-Weg
Blick zur Innfront
Blick zur Innfront
Blick zum Stadtarchiv
Blick zum Stadtarchiv
Schwemmholz nach dem Hochwasser
Schwemmholz nach dem Hochwasser
Schwemmholz nach dem Hochwasser
Schwemmholz nach dem Hochwasser
Unterspülung Altstadtbahn
Unterspülung Altstadtbahn
Unterspülung Altstadtbahn
Unterspülung Altstadtbahn

Weitere Informationen

Ordnungsamt

der Stadt Wasserburg a. Inn
Zimmer Nr. 16, 1. OG
Marienplatz 2
83512 Wasserburg a. Inn

Telefon: 08071 105-16
ordnungsamt(@)wasserburg.de