Home   Imaginäres Museum   Die Museumsräume 

Die Museumsräume

Das Imaginäre Museum im Brucktor, Foto: Andreas
Hiebl  
Das Imaginäre Museum im Brucktor, Bild vergrößern

Das Spitalgebäude wurde schon vor 1338 durch den damaligen herzoglichen Pfleger, Zacharias von Höhenrain erbaut und zwei Jahre nach dem großen Stadtbrand 1341 als Heiliggeist-Spital wiedererrichtet und nach einem weiteren Brandunglück 1380 erneuert. Bis 1970 wurde der Stiftungszweck erfüllt: Neben den Aufgaben als Hospital wurden hilfsbedürftigen und alleinstehenden alten Menschen Unterkunft und ein angemessenes Auskommen gesichert.

Die gleichzeitig entstandene, in den Gebäudekomplex eingefügte Kirche birgt eines der wertvollsten Kunstwerke der Stadt. Ein holzgeschnitztes Altarbild mit der Darstellung des Pfingstwunders im Hochaltar, eine Holzplastik, die um 1500 durch einen unbekannten Meister geschaffen wurde. In dem Gebäudekomplex des ehemaligen Spitals ist heute das Erste Imaginäre Museum untergebracht.

Durch die Unterbringung des Museums im ehemaligen Heiliggeist-Spital wurde die Möglichkeit geschaffen, ein spätmittelalterliches Gebäude in seiner alten Substanz zu erhalten und in seiner dem ursprünglichen Zweck angepassten funktionalen Gliederung mit unterschiedlichen Raumgrößen zusammen mit der integrierten gotischen Kirche auch als Zeugnis früherer Sozialstrukturen in der Dimension mittelalterlicher Lebensverhältnisse wieder sichtbar werden zu lassen.

Männersaal, Foto: Stadt Wasserburg a. Inn
Männersaal mit Gewölbe und Holzdielen  /  Bild vergrößern

So wird der aufmerksame Museumsbesucher in den Fluren, den ganz verschieden gestalteten Räumen mit Kachelöfen, Kaminen, schrägen Wänden und alten Bretterböden, mit dem Blick zum Inn oder in die Bruckgasse, im gewölbten Männersaal und in der Kirche etwas von der Lebensart und den Lebensumständen früherer Jahrhunderte verspüren.