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Veranstaltungen

Vorträge
Januar bis April 2012

Montag, 23.01.2012, 19.30 Uhr, Sparkassensaal in der Rosenheimer Straße 2
Florian Schwanninger, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim:
Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim. Der schwierige Weg des Gedenkens.

Die Erinnerung an die Verbrechen des NS-Regimes und seine Opfer war sowohl in Deutschland wie auch in Österreich ein Prozess, der sich höchst konfliktreich und langwierig gestaltete. Die Aufarbeitung der NS-Euthanasie und das Gedenken an die ermordeten Menschen sah sich lange Zeit einer Mauer des Schweigens und Vergessens gegenübergestellt, nicht zuletzt weil die Opfer der NS-Euthanasie (Menschen mit Behinderung und psychisch Kranke) auch nach 1945 zu gesellschaftlich marginalisierten Gruppen gehörten. Erst in den 1980ern sollte es zu einer Verbesserung ihrer Situation sowie zu einer verstärkten historischen Aufarbeitung der NS-Euthanasie kommen. Der Vortrag von Florian Schwanninger versucht diesen schwierigen gesellschaftlichen Prozess der Erinnerung und des Gedenkens an den Orten der Vernichtung, wie am Beispiel Hartheims, sowie an jenen Orten, aus denen die Opfer kamen, zu beleuchten.

Montag, 27.02.2012, 19.30 Uhr, Vortragsraum Kellerfreunde Gebäude des ehemaligen Bruck-Bräu (Kellerstraße/Ecke Salzburger Straße)
Jahreshauptversammlung, zuvor Kurzvortrag
Reinhold Schuhbeck, Ortsheimatpfleger Schnaitsee:
Ein Streifzug durch die Geschichte Schnaitsees (Vorstellung des Schnaitseer Heimatbuches)

Es werden wichtige Epochen aus der 1000-jährigen Geschichte Schnaitsees vorgestellt. Der Vortrag skizziert chronologisch die Entwicklung der heutigen Flächengemeinde, unterstützt von vielen Bildern.

Montag, 26.03.2012, 19.30 Uhr, Pfarrsaal der ev. Kirche in der Suarauerstr.
Veranstaltung im Rahmen der Wasserburger Volksmusiktage
„Am Land heraußd gfreits mi gar nimma …"

Im Rahmen der "Wasserburger Volksmusiktage 2012" lassen Sängerinnen und Sänger des Volksmusikarchivs einige (weniger bekannte) zeitbezogene Lieder erklingen, die Kiem Pauli (1882-1960) in den 1920er Jahren im südlichen Oberbayern aufgezeichnet hat: Es geht besonders um Landflucht, Bauern und Dienstboten, drückende Steuern und soziale Verhältnisse der Bevölkerung. Volkslieder haben immer auch die Lebensumstände der Menschen im Blick – bis hin zur Kritik an Personen und Zuständen, an Krieg und an Herrschaft/Regierung.

Mitwirkende sind u.a. Konrad Thalmeier, die Krammer-Buam, Gerhard Tristl, Ehepaar Linhuber, Familie Kleinschwärzer, Eva Bruckner, Ernst Schusser - und alle Besucher.

Montag, 23. 04.2012, 19.30 Uhr,
Museum Wasserburg (begleitend zur Ausstellung Handelsgeschichten)
Dipl.-Historiker Zeno Hippke, Bamberg:
Die Stadt Wasserburg im Spiegel des spätmittelalterlichen Kopialbuches der Stadtrechte

Im Rahmen einer Diplomarbeit konnte eine wissenschaftliche Einordnung des in der Ausstellung „Wasserburger Handelsgeschichte(n)“ gezeigten Kopialbuches als Instrument der Rechtsetzung vor allem durch Stadt, Stadtrat und Verwaltung geleistet werden, nachdem diese wichtige Archivalie nach einer umfassenden Restaurierung eines erheblichen Wasser- und Schimmelschadens erstmals der Forschung zugänglich gemacht werden konnte. Spannende Einblicke in die Stadtgeschichte verspricht dieses Rechtsbuch, wenn es darin bspw. um Zollvorschriften für den Handel in der Stadt, Zunftordnungen, Strafordnung für Gewaltdelikte, Auflistung von Neubauten an der Stadtbefestigung, Verfehlungen des Richters Spielberger oder Urkunden Ludwig des Bayern zum Salztransport sowie vieles mehr – jeweils zwischen 1300 und 1500 –
geht.

Exkursionen
Mai bis September 2012

Samstag, 19.05.2012 (ganztägig)
Führung in Rottmoos mit Doris Müller und Franz Turzin

Wir wandern von Wasserburg nach Rottmoos. Dort erfahren wir einiges zur Geschichte des Hofes und zur Einrichtung des heutigen Betreuungshofes Rottmoos, der hör- und sprachgeschädigten Erwachsenen individuelle Betreuung in verschiedenen Wohnformen bietet. Vor allem wird die neue Kapelle besichtigt, die auch in ihrer Symbolik erläutert wird. Wir erfahren etwas über Filippo Smaldone, den Schutzpatron der Rottmooser Kapelle und die spannende Entstehungsgeschichte der „Ohrkapelle“.

Samstag, 16.06.2012 (ganztägig)
Ganztagesfahrt um Seeon mit Reinhold Schuhbeck und Dr. Gerald Dobler

Es werden die ehem. Klosterkirche St. Lambert, welche alle Baustile vereint und St. Walburg im Stil der Renaissance mit vor wenigen Jahren gefundenen manieristischen Fresken besichtigt. Am Nachmittag Weiterfahrt nach Rabenden: Die Kirche St. Jakobus mit dem berühmten Altar des „Meisters von Rabenden“ kann nach Abschluss der Renovierungsarbeiten besichtigt werden und im Anschluss noch die Malereien in der Kirche St. Wolfgang (mit dem Schlupfstein).

Samstag, 23.06.2012 (halbtägig bei eigener An- und Abfahrt)
"WO DIE GEISTER WANDERN Spaziergang durch Schwabing" mit Dr. Dirk Heißerer

Ein Brunnen erinnert an Frank Wedekind mit seinem Lied von "des Glückes Launen". Thomas Mann schrieb hier seine Romane Buddenbrooks (1901) und Königliche Hoheit (1909); sein Bruder Heinrich Mann dagegen den Untertan (1914/18).Vom Simplicissimus geht es hier zum Blauen Reiter und zur Weißen Rose. Weitere Themen sind Paul Klee und Ernst Toller im Schloss Suresnes, Rainer Maria Rilke in der Villa Alberti und Olaf Gulbransson in seinem "Kefernest".

Samstag, 26.08.2012 (ganztägig)
Besuch der Albrecht-Dürer-Stadt Nürnberg im Jahr der Kunst 2012

Das Germanische Nationalmuseum präsentiert 2012 eine umfassende Dürer-Ausstellung mit Fokus auf dem jungen Dürer und seinem Nürnberger Umfeld: „Der frühe Dürer”. Zum ersten Mal überhaupt widmet sich eine große Ausstellung dem frühen Werk Dürers und den Lebensumständen des jungen Malers, die sein einzigartiges Werk erst möglich machten und stellt seine künstlerische Entwicklung in den Kontext der heran brechenden Renaissance. Für die Ausstellung werden Werke zusammengeführt, die sonst über die ganze Welt verstreut sind. Ein umfangreiches, internationales Forschungsprojekt förderte neue Erkenntnisse zu Tage. Nach einer Führung durch die Ausstellung und einem gemeinsamen Mittagessen besteht die Möglichkeit, an einer Stadtführung teilzunehmen, die die Originalschauplätze aus Dürers Leben aufsucht und die Geschichte der Nürnberger Altstadt näher bringt. Die Führung endet in der Nähe des Dürerhauses, so dass dieses im Rahmen der freien Zeit auch noch besichtigt werden kann: Das Dürer-Haus ist das einzige, weitestgehend original erhaltene Künstlerhaus der Renaissance in Nordeuropa. Neben dem alltäglichen Leben und Arbeiten zur Zeit Dürers zeigt das Haus im grafischen Kabinett wechselnde Sonderausstellung und die große Mal- und Druckwerkstatt, in der die damaligen künstlerischen Techniken vorgeführt werden.

Montag, 03.09.2012 mit Samstag, 08.09.2012
Mehrtagesfahrt: „Halberstadt-Magdeburg-Braunschweig“ mit Dr. Martin Geiger

Ein ausführliches Programm erscheint im Frühjahr 2012. Anmeldung bis 30.05.2012 mit Anzahlung von € 100. (Termin und Ziel noch unter Vorbehalt).

Samstag, 22.09.2012 (ganztägig)
Besuch der Bayerischen Landesausstellung in Burghausen

Die Landesausstellung „Bayern und Österreich im Mittelalter“ erzählt die gemeinsame Geschichte zweier Länder in der Zeit vom 8. bis zum 14. Jahrhundert. Während am Anfang dieser Entwicklung vielfach ein Transfer von Bayern ins heutige Österreich stand, so emanzipierte sich „ostarrîchi“ in politischen und kulturellen Fragen im Hochmittelalter und zeigte sich im Spätmittelalter Bayern schließlich vielfach überlegen.
Die Geschichte Bayerns und Österreichs wird in vier Themenblöcken auf der Burg dargestellt: Expansion – Adel – Kirche – Emanzipation.  Neben dem Ausstellungsbesuch wird noch Zeit zur freien Verfügung bzw. eine Stadtführung angeboten.

Vorträge
Oktober bis Dezember 2012

Montag, 22.10.2012, 19.30 Uhr, Sparkassensaal in der Rosenheimer Straße 2
PD Dr.phil. Dipl.-Kult.Man. Johannes Lang M.A., Stadtarchivar Bad Reichenhall:
Macht von Königs Gnaden: Die Wasserburger als Hallgrafen in Reichenhall.

In romanhafter Form legendenhaft verbrämt, spielten die Hallgrafen während des Hochmittelalters in der Reichenhaller Stadtgeschichte eine zentrale Rolle. Zu Ende des 11. Jahrhunderts erstmals erwähnt, fungierten die Grafen von Wasserburg über knapp 150 Jahre auch als Amtsgrafen in der Salinenstadt und erlangten dabei zwischenzeitlich eine beachtliche Machtfülle. Mit den beiden Städten Reichenhall und Wasserburg hielten sie zwei herausragende Wirtschaftsstandorte im Bereich des Salzwesens in ihren Händen. Während der Auseinandersetzungen zwischen Kaiser und Papsttum mussten sie sich dem Druck Friedrich Barbarossas beugen und wurden schmachvoll entmachtet. Letztlich erfolglos versuchten die Wasserburger zu Ende des 12. Jahrhunderts, an die große Tradition der Hallgrafen wieder anzuschließen.

Montag, 26.11.2012, 19.30 Uhr,
Vortragsraum Kellerfreunde Gebäude des ehemaligen Bruck-Bräu
(Kellerstraße/Ecke Salzburger Straße)
Vorstellung der neuen Heimat am Inn 32/33 mit Kurzvorträgen der Autoren:

Es erwarten Sie spannende Einblicke in die Wasserburger Geschichte  zu Themen wie:
Die Heil- und Pflegeanstalt Gabersee in der Zeit des Nationalsozialismus; Wasserburg und die bayerischen Landtage im späten 16. Jahrhundert; Der Philomena-Altar von St. Jakob, eine verlorene Zwischenlösung; Verehrung der Hl. Eugenia und ihr Altar in St. Jakob zu Wasserburg; Annäherung an ein außergewöhnliches Denkmal – Das Peer-Gumpelzheimer- Epitaph in St. Nikolaus in Rosenheim; Der kurfürstliche Beamte Heinrich Jeger und seine Wappen; Geschichte und Ausstattung der Hauskapelle von Gut Straß in der Pfarrei und Gemeinde Eiselfing

Montag, 10.12.2012, 19.30 Uhr, Rittersaal auf der Wasserburg
Adventveranstaltung
Gerhard Schulz, Kolbermoor:
Stille Nacht! Heilige Nacht!
Die Entstehungsgeschichte eines „Liedes der Welt“

Am 24. Dezember des Jahres 1818 erklang in der Kirche St. Nikola zu Oberndorf zum ersten Mal das Weihnachtslied „Stille Nacht! Heilige Nacht!“ Gesungen wurde es vom Lehrer und Organisten Franz Xaver Gruber und dem Hilfspriester Joseph Mohr. Niemand an diesem Abend ahnte, dass dieses schlichte Lied zum bekanntesten Weihnachtslied, ja zu einem Lied der Welt werden würde.
Dass es in finstersten und bittersten Zeiten von Krieg, Not und Elend zu dieser Sternstunde kommen konnte, war ein Geschenk an die Menschheit, welches seitdem unzählige Male Freude und Trost spenden sollte. Gerhard Schulz, Seminarrektor i.R. und Mitglied der „Stille-Nacht-Gesellschaft“ stellt in seinem Vortrag  in Wort, Bild und Musik die Leben der Menschen vor, welche in schicksalshafter Weise mit dem Lied und dessen Werden verbunden sind.

Allgemeines:

Programmänderungen werden möglichst vermieden, sind jedoch eingedenk der weit im Voraus geplanten Veranstaltungen im Rahmen eines Jahresprogramms nicht ganz auszuschließen. Es wird darum gebeten, auf die aktuellen Ankündigungen in der Presse oder auf unserer Internetseite zu achten. Anmeldungen zur Teilnahme an den Fahrten sind unbedingt erforderlich bei: Stadtarchiv Wasserburg, Kellerstr. 10, 83512 Wasserburg, Tel.: 08071/920369.

Der Jahresbeitrag beträgt 20 €, für Personen in Ausbildung die Hälfte. Diese Verbilligung gilt auch bei Fahrten (ausgenommen Mehrtagesfahrt).

Bankverbindung: Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg a. Inn,
BLZ 711 526 80, Konto 10 900. (Mitgliedsbeiträge, Buchverkäufe, Fahrtanzahlungen, Spenden etc.)

Post:

Heimatverein Wasserburg a. Inn
c/o Stadtarchiv Wasserburg
Kellerstr. 10
83512 Wasserburg
Tel.: 0 80 71/92 03 69
Fax: 0 80 71/92 03 71
E-Mail: stadtarchiv@stadt.wasserburg.de
Internet: www.heimatverein.wasserburg.de
www.stadtarchiv.wasserburg.de

Veranstaltungskalender der Stadt Wasserburg a. Inn:

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