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Heimatverein für Wasserburg a. Inn und Umgebung
(Historischer Verein) e.V.

historische kolorierte Postkarte
mit
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Aktuelles:

Die nächste Veranstaltungen:

Montag, 23.01.2012, 19.30 Uhr, Sparkassensaal in der Rosenheimer Straße 2:
Florian Schwanninger, Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim:
Lern- und Gedenkort Schloss Hartheim, Der schwierige Weg des Gedenkens.

Die Erinnerung an die Verbrechen des NS-Regimes und seine Opfer war sowohl in Deutschland wie auch in Österreich ein Prozess, der sich höchst konfliktreich und langwierig gestaltete. Die Aufarbeitung der NS-Euthanasie und das Gedenken an die ermordeten Menschen sah sich lange Zeit einer Mauer des Schweigens und Vergessens gegenübergestellt, nicht zuletzt weil die Opfer der NS-Euthanasie (Menschen mit Behinderung und psychisch Kranke) auch nach 1945 zu gesellschaftlich marginalisierten Gruppen gehörten. Erst in den 1980ern sollte es zu einer Verbesserung ihrer Situation sowie zu einer verstärkten historischen Aufarbeitung der NS Euthanasie kommen. Der Vortrag von Florian Schwanninger versucht diesen schwierigen gesellschaftlichen Prozess der Erinnerung und des Gedenkens an den Orten der Vernichtung, wie am Beispiel Hartheims, sowie an jenen Orten, aus denen die Opfer kamen, zu beleuchten.

Kurze Chronologie des 95 Jahre jungen Historischen Vereins:

11. Juli 1913: Gründung des Historischen Vereins.
1913-1915: Beginn der Arbeiten im Bereich der Archäologie (z.B.: Identifizierung von Funden am Staudhamer See und in Rott).
1913-1926: Bemühen um Schenkungen an den Verein oder das Museum, aktive Beteiligung und Förderung der Denkmalpflege; Ausdehnung der Vereins-Aktivitäten auf den gesamten Altlandkreis Wasserburg und den Chiemgau.
1914-1919: Anlegen einer Sammlung zum 1. Weltkrieg (mit heute wertvollen Quellenbelegen, u.a.: Post aus der französischen Gefangenschaft, Telegramme mit Kriegsnachrichten).
Beteiligung durch Vereinsarbeit an der Zeitschrift für bayerische Landesgeschichte seit 1928.
Zeitraum 1913-1928: Anlegen einer Lichtbildsammlung; Start der regelmäßigen Veranstaltungen mit Vorträgen und kleineren Publikationen v.a. Kaspar Brunhubers; Kooperation und Zusammenwirken mit dem Leseverein (erste öffentliche Bibliothek Wasserburgs).
1914-1936: Hauptsächliche Erwerbungen für das Heimatmuseum.
1927-1957 Herausgabe und Finanzierung der "Heimat am Inn", Gründung durch Anton Dempf, 1951 Wiederbegründung (Zeitschrift zur Geschichte der Stadt und der Region: „Die Heimat am Inn Sammelblätter aus der Geschichte Wasserburgs und Umgebung“). Was für eine Fülle an Aufsätzen allein in einer der älteren Ausgaben unserer Vereinsreihe steckt, macht das im Stadtarchiv verfügbare Aufsatzverzeichnis der Zeitschrift deutlich.
1948/1949: Organisation und Mitwirkung beim Wasserburger Heimatfest (als wichtiger Beginn der geschichtsforschenden Aktivitäten nach dem 2. Weltkrieg).
1950: Umbenennung des Historischen Vereins in Heimatverein für den Landkreis Wasserburg.
1980-heute: Wiederbegründung und Fortführung der "Heimat am Inn" als Jahresschrift „Beiträge zur Geschichte, Kunst und Kultur des Wasserburger Landes“ vor allem auf Initiative Siegfried Riegers.
1945-heute: Wiederaufnahme der Vortragstätigkeit zur Vermittlung des geschichtlichen Wissens über die Stadt und der Region als grundlegende Vereinsaufgabe. Eine der wichtigsten Aktivitäten des Vereins, neben der Herausgabe der Veröffentlichungsreihe, ist die Weitergabe und die öffentliche Präsentation der neuesten geschichtlichen Forschungen. In bisher ca. 370 Vorträgen seit 1913 zur Kultur-, Kunst, Vor- und Frühgeschichte, Politik und in jüngster Zeit auch neuesten Geschichte (Zeitgeschichte) sowie allgemeinen heimatkundlichen Beiträgen, bspw. auch zur Naturkunde unseres Raumes, konnte der Historische Verein seine Kerntätigkeit beständig fortführen. Immer im Blick: Der lokale, heimatkundliche Bezugspunkt, nie aus dem Blick… die Einbettung und Verknüpfung mit dem aktuellen und überregionalen Forschungsstand.
Schon in der "Vorbesprechung behufs Gründung eines Historischen Vereins für Wasserburg und Umgebung" am 11. Juli 1913 hält Kaspar Brunhuber den ersten Vortrag: "Wasserburgs Handel und Gewerbe im Jahre 1664". Hier ein Querschnitt der kaum zusammenfassbaren folgenden Vortragsveranstaltungen: Dr. A. Mitterwieser: "Die Geschichte des Schlossbaues und die ältere Geschichte der Stadt Wasserburg" (1926), Dr. G. Sigwart: "Der Römerstein in Attel" (1936), E. Richter: "Votivtafelkunde" (1948), G. Hierl: "Die Innschiffahrt" (1949), Dr. A. Hörn: "Die Entwicklung der Dorfkirche" (1955), J. Prantl: "Streifzug durch das Gebiet der Endmoränen im östlichen Teil des Landkreises Wasserburg" (1965), Dr. I. Gierl: "Wunderwelt Schmiedeeisen" (1970), Th. Feulner: "Der Lebensbaum an der äußeren Chorwand der St.-Jakobs-Kirche" (1975), F. Steffan: "Flurdenkmäler" (1983), H. Heres: "Von Hexen und Druden" (1987), im Stadt- und Vereins-Jubiläumsjahr F. Steffan: „Wasserburg – wie es war und wie es hätte werden können“ (1988), Dr. S. Lampl: „Frühe Benediktinersiedlungen“ (1991), Dr. L. Scheidacher: „Leben Joseph Heiserers“ (1994), Prof. Dr. O. Siebeck: „Eggstätter-Hemhofer-Seenplatte“ (2001), div. Referenten: „Zur Geschichte des Klosters Attel 807-2007“ (Jubiläumsjahr Attel) (2007).
Seit ca.1920-heute: Exkursionsfahrten in die nähere und weitere Umgebung zur „Vernetzung von Geschichte, Kultur und Kunst der Heimat mit jener der Nachbarn“

Heimatverein Wasserburg am Inn und Umgebung