Wasserburger Handelsgeschichte(n)
Das Stadtarchiv
packt aus
3. Februar bis 6. Mai 2012 im Museum Wasserburg
Wasserburg war lange eine der wichtigsten Handelsstädte im
süddeutschen Raum. Hier trafen Waren aus Venedig, Tirol,
dem Donautal und dem Schwarzmeerraum auf Innschiffen ein und
wurden auf Fuhrwerke umgeladen, die über die alte
Salzstraße in Richtung München und Augsburg fuhren.
Salzhandel, Innschifffahrt, Geschäftssinn und die Gunst der
Herzöge, welche die Stadt mit Privilegien und Freiheiten
ausstatteten, ließen die Metropole am Inn aufblühen.
Die Geschichte der reichen Handelsstadt Wasserburg ist
heute noch in Archiv und Museum belegt. Anlässlich des
10jährigen Bestehens des ‚neuen‘ Stadtarchivs in der
Kellerstraße zeigt das Museum eine Ausstellung, die
einzelne Episoden der Handelsgeschichte anhand der
überlieferten Archivalien nachzeichnet. Die Quellen reichen
dabei vom Hochmittelalter bis ins 19. Jahrhundert und
umfassen neben Urkunden, Rechnungsbüchern und Akten auch
private Briefe, Stadtansichten und Fotografien. Die
Ausstellung geht auf die Bedeutung der einzelnen
Quellengattungen ein, zeigt welche Informationen sie
beinhalten und wie sie im Archiv bearbeitet werden.
Eingebettet in die Objekte des Museums, vermitteln sie einen
lebendigen Eindruck vom quirligen Alltag in einer Stadt,
die, wie sich zeigt, mehr war, als nur der Hafen von
München.
Als High Light der Ausstellung ist es möglich geworden,
dasTraditionsbuch des Klosters Sankt Emmeram vom Bayerischen
Hauptstaatsarchiv in München auszuleihen, das die
Ersterwähnung Wasserburgs aus der Zeit 1085 bis 1088
enthält. Daneben ist auch die älteste Stadtansicht von
Wasserburg von 1580 zu sehen.
Die Originale sind zum letzten Mal vom 4. bis 6. Mai zu
sehen, bevor sie wieder für Jahrzehnte im Hauptstaatsarchiv
in München lagern.
Mehr im Flyer.
Begleitprogramm
Das umfangreiche Begleitprogramm zur Ausstellung geht auf
verschiedene Zielgruppen ein. Neben klassischen Führungen
durch die Sonderausstellung zu jeweils unterschiedlichen
Schwerpunkten wird auch eine kombinierte Stadt- und
Museumsführung angeboten, während der die Funktion
Wasserburgs als Handelsstadt am Erscheinungsbild der
historischen Altstadt nachvollzogen werden kann. Familien
wird eine besondere Führung und eine Museumsrallye
angeboten, die die Ausstellung zu einem gemeinsamen Erlebnis
werden lassen. Speziell an Kinder richtet sich das
museumspädagogische Programm. Für Sie veranstaltet das
Museum einen eigenen Expertentag . Schulen können unter dem
Stichwort Forscherzeit eine interaktive Führung mit
anschließendem Hands-on Workshop buchen. Hierbei tauchen
die Schüler ein, in die geheimnisvolle Welt der Archive,
entziffern alte Schriften, probieren das Schreiben mit dem
Federkiel und stellen ihr eigenes Siegel her.
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