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Hartes Brot - Gutes Leben?
           Arbeitswelten in Oberbayern

4. März bis 30. April 2010

Nicht nur an Ruhr und Saar entwickelten sich im 19. und 20. Jahrhundert Industriezweige, deren Schlote, Werkshallen und Stahlwerke noch heute sichtbar vom wirtschaftlichen Aufbruch künden. Auch in Oberbayern begann die Industrialisierung nicht erst in Zeiten von „Laptop und Lederhose“, sondern Schritt für Schritt im frühen 19. Jahrhundert. Bereits 1920 war mehr als die Hälfte der Erwerbstätigen in Bayern nicht mehr in der Landwirtschaft beschäftigt. Allerdings war die Arbeitswelt bis weit in die Nachkriegsjahre nach dem Zweiten Weltkrieg hinein vom Kontrast zwischen dem „harten Brot“ der Arbeiterschaft einerseits und dem „guten Leben“ der Unternehmer andererseits geprägt.

Auf Ausstellungstafeln wurden die Arbeits- und Lebensbedingungen der neu entstehenden Arbeiterschaft genauso illustriert, wie die komfortablen Verhältnisse der Fabrikanten und Industriellen. Mit den Errungenschaften des technischen Fortschritts und dem politischen Eintreten der Arbeiter für ihre Interessen rückte die Verwirklichung der Sehnsucht nach dem Wohlstand für alle in greifbare Nähe. Ergänzt wurde die Wanderausstellung durch Exponate aus der Region Wasserburg.



Heimatmuseum Wasserburg