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Wasserburger Malerinnen

14. Mai bis 5. Juli 2009

Standen im Ausstellungszyklus „Wasserburger Maler der Vergangenheit“ bisher Künstler im Mittelpunkt, sollte diese Sonderausstellung unter dem Titel „Unbekannte Talente“ malenden Frauen gewidmet werden. Den Anstoß dazu lieferte die Präsentation zu Klaus Honauer, bei der Arbeiten seiner Schwiegermutter Babette Kayser gezeigt wurden, die als Autodidaktin Erstaunliches geschaffen hatte. Maria Erben (1913 - 2008) war bereits im Jahr 2002 eine Sonderausstellung gewidmet worden.

Zwar ist die Zahl der Künstlerinnen nicht so groß wie die ihrer männlichen Kollegen, aber bei genauerem Suchen ließen sich doch einige Persönlichkeiten entdecken, die bisher, zumindest in Wasserburg, wenig gezeigt wurden.

Am Beginn der Gruppe stand Marianne, eigentlich Maria Wilhelmine, Schrader, die bis 1932 in Kling lebte und arbeitete. Ein großer Teil ihres künstlerischen Nachlasses wurde im Jahr 2008 dem Museum großzügiger Weise zur Verfügung gestellt und konnte erstmals präsentiert werden. Nicht ganz unbekannt war Hedwig Pilartz-Emmel (1897 - 1978), die, obwohl im Schatten ihres Mannes Joseph Pilartz gestanden, vor allem durch ihre Kinderbilder und Blumenstillleben bekannt wurde. Eine nur kurze Schaffensperiode hatte Maximiliane Ovenbeck (1910 - 1960), Tochter des Maximilian v. Mann - Schöpfer des Wasserburger Rathaussaales - und Gattin des Schülerheimdirektors, die mit einigen wenigen Arbeiten in Erinnerung gerufen werden soll. Elisabeth Stöcke (1904 - 1956), die sich den Künstlernamen Heia gegeben hatte, ist noch vielen Wasserburgern bekannt. Ihre eigenwilligen Porträts spiegeln ihre Vorliebe für Spiritismus und ihre Hinwendung zum Buddhismus wider. Dora Förster, geb. Cohn, dürfte in Wasserburg am ehesten durch ihren Gatten, den Anglistikprofessor und Geheimrat Dr. Max Förster bekannt sein. Mit zwei Ölbildern war sie in der Reihe der Künstlerinnen vertreten, die durch Eva Blum (1918 - 1997), eine überaus produktive Künstlerin, die das Kleinformat mit naiven Darstellungen bevorzugte, abgeschlossen wurde.

Beim derzeitigen Ausstellungstrend, der überall das Schaffen der Frauen in den Vordergrund stellt, braucht die Künstlerstadt Wasserburg ihr Licht nicht unter den Scheffel zu stellen, sondern kann mit einer Handvoll Künstlerinnen mit akademischer Ausbildung aufwarten, deren Werke in renommierten Galerien gezeigt wurden.

Heimatmuseum Wasserburg