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Austausch in christlichem Geist

Dr. Bogdan Piwowarczyk, der Veranstalter, über das Wasserburger Burgforum:

"Die Burg in Wasserburg am Inn ist ein besonderes Wahrzeichen unserer Stadt, verbunden mit europäischer Kultur und Geschichte. Sie hat auch eine symbolische Bedeutung - vermittelt eine feste Haltung und Schönheit. Dies zeigt uns, dass wir Europäer ein christliches Erbe haben. Vergisst man dieses Fundament, fällt das ganze Haus Europa zusammen. Gerade deswegen braucht man jetzt überzeugende Kräfte in Politik, Kirche und Gesellschaft, um aus christlicher Motivation in die aktuellen Auseinandersetzungen zugunsten des Menschen einzutreten.

Angst und Resignation helfen nicht weiter. Es werden „Hoffnungsträger“ gebraucht, denn die Hoffnung setzt Kräfte frei und macht Mut. Der Mensch der Hoffnung, der Mensch des Glaubens muss lernen zu handeln - wirksam zu handeln - für sein Heil, wie für das Heil der Welt.

Als überzeugter Europäer, Pole und katholischer Priester, bin ich mir der Aufgabe bewusst und möchte meinen Dienst am Menschen leisten, indem ich auch die Gesellschaft an ihre Grundwerte erinnere, und den Menschen ihre Verantwortung vor Gott und den Menschen bewusst mache.
Ich finde es heute wichtig, angesichts der wachsenden Kluft zwischen den Menschen, den Dialog und die Begegnungen zwischen den Personen, Kulturen und Nationen zu fördern. Meine Mission widme ich u.a. dem schöpferischen Dialog zwischen den Menschen guten Willens und der Kirche Jesu Christi. Dies, wie auch zahlreiche Begegnungen und Gespräche mit den verschiedenen Menschen, veranlasste mich, ein „Burgforum“ zu gründen.

Dieses Burgforum - offen für alle - will aus dem christlichen Geist:

Wir werden mit Experten - von nah und fern - aus Politik, Kirche, Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst…, lernen, streiten, debattieren.

Mit Freude habe ich zur Kenntnis genommen, dass dieses Grundprojekt bei vielen Personen dieser Stadt und der Umgebung, ein großes, wohlwollendes Interesse gefunden hat und sie dabei aktiv mitwirken wollen (Burgforumsbeirat: Birgitt Arnold - Therapeutin, Ulrich Bauer - Geschäftsführer J. Bauer GmbH & Co. KG, Dr. Hermann Brezina - Rechtsanwalt, Leo Hutterer - Geschäftsführer Fa. Hutterer Stahlbau und Metallbau GmbH, (+) Helmut Kohlmann – Künstler, Michael Kölbl - Erster Bürgermeister, Toni Meggle - Vorsitzender des Aufsichtsrates der Fa. Meggle AG, Peter Rink - Oberstudiendirektor am Luitpold-Gymnasium Wasserburg, Gerhard Schloots - Kreishandwerksmeister, Otto Sigl - Kaufmann, Wolfgang Slatosch - Vorstandsvorsitzender Stiftung Attl, Irmingard Stöberl - Heimleitung des Altenheimes „Maria Stern“, Richard Wagner - Geschäftsführer Autohaus Richard Wagner GmbH).

Wir planen dieser „Dîner-débat“ zweimal pro Jahr auf folgende Art zu gestalten:

Burg vom Burgerfeld aus

Nächste Veranstaltungen:

Christa Meves
Bestsellerautorin und weltbekannte Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeutin

Freitag, 1. Oktober, 19 Uhr

Seit 4 Jahren laden wir zu unserm Burgforum interessierte Frauen und Männer, um mit ihnen und kompetenten Referenten im christlichem Geiste über aktuelle Themen zu diskutieren  in diesem Jahr zur Thematik: Frauen in Gesellschaft und Kirche, weil unzählige Frauen arbeiten jeden Tag im Verborgenen für das Wohl der Menschheit und für das Reich Gottes! Sie prägen die pastorale Praxis auf allen kirchlichen Ebenen. Ihnen versichere ich mein Gebet, damit sie in ihrer Würde immer mehr geachtet werden und immer höhere Wertschätzung für ihre positiven Fähigkeiten erfahren.

Von daher mein Appell an die politischen, zivilen und kirchlichen Obrigkeiten sowie an die internationalen Organismen, damit sie die notwendige Unterstützung zur Förderung des gebotenen Respekts der Würde und der Rechte der Menschen  Frauen und Männern  bieten, um mit angemessenen Hilfeleistungen deren volle soziale, politische und religiöse Mission zu begünstigen.

Heute spricht man sehr viel über die Emanzipation und dieses Wort ist ein Wort mit viel Zündstoff. Für die einen ist es der Inbegriff eines aufgeklärten, modernen Lebens. Andere sehen rot, hegen Vorbehalte. Diese Debatte wird meist recht emotional geführt. Es gilt jedoch, ein realistisches Frauenbild aufzuzeigen.

In Jesus Christus soll Mann und Frau bei bleibender Unterschiedenheit der Geschlechter in der Lage sein, Rivalität, Feindschaft und Gewalt zu überwinden, die ihre Beziehung entstellt haben.

Damals in der Zeit Jesu, genauso wie heute, war die Gesellschaft nicht bereit, Gottes liebevolle Gerechtigkeit anzunehmen. Die allumfassende JesusVision taucht nun wieder auf und wahrscheinlich mit wesentlich größerer Dringlichkeit in einer Welt, die langsam zu begreifen beginnt, dass sie irgendwie die gewaltlose Gemeinsamkeit annehmen oder aber zugrunde gehen muss. Wenn sich diese gewaltlose Welt der Gemeinsamkeit und Partnerschaft verwirklichen soll, benötigt sie die Tatkraft von Männern wie auch von Frauen. Wie vor zweitausend Jahren sind auch heute Männer und Frauen eingeladen die heilende Botschaft von Jesus anzunehmen und aus ihr zu leben.

Es scheint mir als Christ und katholischer Priester sehr wichtig uns zu erinnern, dass am Anfang des Christentum keine kluge Idee oder besondere Philosophie steht. Es, das Christentum, verdankt sich dem konkreten Angriff Gottes in die Geschichte jenes liebenden und lebenden Gottes, der Mensch in Jesus Christus geworden ist, der gekreuzigt und begraben wurde, aber am dritten Tag auferstanden ist von den Toten.

Alles – Kirche, Glaube und Ethos der Christen – erklärt sich nur aus der Begegnung mit Jesus Christus, der auf seinem gesamten Weg, im irdischen Leben, wie auch als Auferstandener, von Frauen begleitet ist, beginnend bei seiner Mutter Maria.

Die Frauen, die ihm begegnen, erfahren tiefgreifende Veränderungen. Zugunsten der Frauen setzt sich Jesus über konventionelle gesellschaftliche Verhaltensmuster seiner männlich orientierten Zeit hinweg. Demzufolge wird er der Kritik sogar im Kreis seiner Jünger ausgesetzt. Seine Aufmerksamkeit gilt Frauen in Galiläa und Judäa wie auch in Samaria und in den naheliegenden heidnischen Gebieten.

Diese Frauen folgen Jesus nach, dienen ihm und steigen mit ihm nach Jerusalem hinauf (vgl. Mk 15,41). Im Unterschied zu den männlichen Nachfolgern, die ihn in den Leidensstunden verlassen, bleiben ihm die Frauen auch in seiner Todesstunde treu. Einzig sie sind die Zeuginnen des gesamten Geschehens am Todestag Jesu wie auch am Ostermorgen.

Der Umgang Jesu mit den Frauen und das Beispiel seiner ersten Nachfolgerinnen sind auch im 21. Jahrhundert, nicht überholt. Sie motivieren zu einem Miteinander von Frauen und Männern, wo die vom Glauben an Jesus getragenen Prozesse und die Weggemeinschaft mit ihm zur erfahrbaren Quelle des Lebens und der Freude werden können.

Die Rede der Kirche über die Zusammenarbeit von Mann und Frau in der Kirche und in der Welt wird nicht immer gut verstanden und angenommen. Das ist kein Novum! So lohnt sich die Suche nach neuen Orten innerhalb und außerhalb der Kirche, an denen die Botschaft möglicherweise auf ungewohnte Art in der Gesellschaft Resonanz findet, wie bei unserem Burgforum, wo verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Berufserfahrungen und Horizonten zusammen treffen.

Um dies besser zu verstehen, werden wir uns bei unserem nächsten Burgforum am 1. Oktober 2010 mit Christa Meves einer streitbaren Bestsellerautorin und weltbekannte Kinder– und Jugendlichen–Psychotherapeutin und, was viele nicht wissen, eine Konvertitin, mit diesem Thema  beschäftigen.

Frau Meves ist eine erzieherische und gesellschaftspolitische Instanz geworden. Sie beschäftigt sich vorwiegend mit der seelischen Gesundheit von Kindern und Jugendlichen. Bei ihr findet man Hinweis, Impuls und Ermutigung.

Frau Meves stützt sich auf ihre Erfahrungen und auf den Mut, diese Erfahrungen auch auszusprechen, weiterzugeben und dadurch auch bei der Erziehungsarbeit zu unterstützen. Sie gehört mit mehr als sechs Millionen verkauften Büchern zu den meistgelesenen christlichen Autoren im deutschen Sprachraum. Millionen Leser nehmen ihren Rat in Anspruch, Millionen hören ihre Vorträge.

Deswegen freue ich mich besonders, diese mutige Frau als Referentin bei unserem Burgforum zu haben und mit ihr und mit den Teilnehmern dieses „Diner-débat“ die aktuelle Problematik kompetent zu analysieren. Frau Meves wird zum Thema: „Jesus und die Frauen“ sprechen und mit uns darüber diskutieren.

Nun, liebe Damen, liebe Herren, ich freue mich auf unsere nächste Begegnung am 1. Oktober 2010 bei unserem Burgforum mit Christa Meves.

Bis dahin verbleibe ich mit freundlichen, priesterlichen Grüßen
Ihr
Dr. Bogdan Piwowarczyk

Veranstaltungsort:
Wasserburger Burg 
Auf der Burg 3, 83512 Wasserburg am Inn 

Veranstalter:   
Burgforum in Wasserburg am Inn
Pfarrer Dr. Bogdan Piwowarczyk, Auf der Burg 3, 83512 Wasserburg am Inn
Telefon: 08071 95958, Fax 08071 510890 

Kartenvorverkauf:
Karten erhalten Sie bei allen Geschäftsstellen der Kreis- und Stadtsparkasse Wasserburg oder im Internet unter www.sparkasse-wasserburg.de


 

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