Rottmoser-Keller
Planung: Architekturbüro Jocher und Stechl, Wasserburg a.
Inn
Bauherr:Stadt Wasserburg a. Inn
Planungsbeginn: Juli 1990
Baubeginn: Dezember 1991
Fertigstellung: September 1992
Nach der Fertigstellung 1992
Das Baudenkmal „Rottmoser Keller“ ist in seinem Kern
auf das ehemalige Vorwerk der mittelalterlichen
Stadtbefestigung zurückzuführen. Es trägt den Namen des
Brauereibesitzers Rottmoser, der dem Gebäude um 1826 seine
im wesentlichen bis heute erhaltene Gestalt gegeben hat.
Über dem Lager- und Eiskeller der Brauerei wurde eine
Gastwirtschaft mit Wohnung errichtet, die auch bis zum Jahre
1963 betrieben worden ist. Im Verlaufe der Planung einer
neuen Westzufahrt zur Altstadt wurde der Abriß des
Gebäudes erwogen, um einen durchgehend gleichen
Ausbauquerschnitt der Straße zu erreichen und daneben einen
Geh- und Radweg anlegen zu können.
Ansichten von der Münchner Straße 1989
Angesichts seiner historischen Bedeutung und der
stadtbildprägenden Erscheinung des Gebäudes hat die Stadt
Wasserburg am Inn das Grundstück erworben und versucht,
durch planerische Maßnahmen nicht nur das Gebäude zu
erhalten, sondern seine städtebauliche Dominanz zu stärken
und es gleichzeitig einer dauerhaften und zeitgemäßen
Nutzung zuzuführen. Es sollte nach Abschluß der
Baumaßnahme wie seit Jahrhunderten dem stadteinwärts
kommenden Betrachter den Beginn der Altstadt anzeigen und in
umgekehrter Richtung deren äußere Begrenzung. Die
Besonderheit der Lage wird durch die Verengung der Straße
und durch ihre Verschwenkung nach wie vor unterstrichen. Der
straßenbegleitende Geh- und Radweg wird nur in einem
Durchgang durch das Gebäude geführt, ohne dessen
Fassadengestaltung zu dominieren.
Dank des Einsatzes von Städtebauförderungsmitteln konnte
in diesem Zusammenhang das gesamte Gebäude von Grund auf
saniert werden.
Historische Ansichten / Bilder vergrößern (JPG-Datei, ca. 230 KB)
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