Neugestaltung Salzsenderzeile
Planung: Architekt Klaus Immich, Zorneding
Planungsbeginn: 1989
Baubeginn: 1990
Fertigstellung: 1992
Über die Salzsenderzeile lief bis zur Fertigstellung der
Umgehung der Bundesstraße 304 der gesamte Durchgangsverkehr
in Ost-West-Richtung. Die Fahrbahn nahm den größten Teil
des Straßenraums ein, Fußgänger fanden nur auf schmalen
Gehsteigen Platz.
Die Salzsenderzeile wurde auf der Grundlage des
Verkehrskonzepts als verkehrsberuhigter Bereich ohne
erkennbare Fahrbahn gestattet. Im südlichen Teil wird die
platzartige Weite des Straßenraums durch zwei in
Gebäudenähe verlaufende Pflasterrinnen betont. Auf der
Hofstatt, einem dreieckförmigen Platz am nördlichen Ende
der Salzsenderzeile, wurde eine offene Markthalle aus Stahl
errichtet. An dieser Stelle stand früher ein zweistöckiges
Gebäude. In die Gestaltung der Salzsenderzeile wurde der
östliche Teil des Marienplatzes einbezogen, dadurch wurde
es möglich, wieder einen Marienbrunnen mit der alten
Marienfigur aufzustellen, der vor etwa 60 Jahren entfernt
werden musste.
Planung der Salzsenderzeile / Grafik vergrößern (JPG-Datei, ca. 56 KB)
Trotz der Beschilderung als verkehrsberuhigter Bereich mit vorgeschriebener Schrittgeschwindigkeit war die Salzsenderzeile anfangs noch zu stark mit Verkehr belastet. Die Stadt sah sich gezwungen, Poller und Sitzbänke als Verkehrshindernis zur Verringerung der Fahrgeschwindigkeit aufzustellen. Die Gestaltung des Straßenraums wurde durch diese Einbauten nicht besser. Erst nachdem der Mittelteil der Salzsenderzeile zwischen der Färber- und Herrengasse als Fußgängerzone für den Verkehr gänzlich gesperrt und der Nord-Süd-Verkehr auf den Umweg über die Färber- und Herrengasse geschickt wurde, reduzierte sich das Verkehrsaufkommen in der Salzsenderzeile auf ein erträgliches Maß.
Hofstatt kurz vor der Umgestaltung...
... und kurz nach der Umgestaltung
Salzsenderzeile, Blick nach Süden vor...
... und kurz nach dem Umbau
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