Alte Molkerei
Ledererzeile 56
1956: Schließung und Verlagerung der Produktionsstätte in
ein Gewerbegebiet
1974/1994: städtebaul. Rahmenplan von Arch. Knopp u.
Schott, München, Fortschreibung durch Arch. Immich,
München
2000: Grunderwerb durch Dörr Stadthaus Bau- und
Sanierungs-GmbH
2000-2002: Planung und Umsetzung der Baumaßnahmen mit
Kröff Architekten-Dipl.-Ingenieure, Wasserburg
2004: Bayerischer Bauherrenpreis Stadterneuerung
(Anerkennung), Förderung der Passage im
Bund-Länder-Städtebauförderungsprogramm
Seit den 60er-Jahren stand das in der Altstadt gelegene
Anwesen weitgehend leer. Inzwischen ist dort ein Ort
innerstädtischen Wohnens und Arbeitens mit hoher Qualität
entstanden, der zur Stärkung des Zentrums beiträgt. Die
Besonderheit des Projekts liegt in der öffentlich-privaten
Kooperation. Gemeinsam mit dem Bauträger und mit Hilfe der
Städtebauförderung konnte die Stadt Wasserburg eine lang
geplante Fußgängerverbindung vom Altstadtkern zum Parkhaus
verwirklichen. Das Erdgeschoss des barocken Vorderhauses
wurde in Abstimmung mit dem Denkmalschutz zur Passage
umgestaltet; sie wird von der Bevölkerung sehr positiv
angenommen.
Bauaufgabe
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Sanierung und Umnutzung einer alten Molkerei mit
historischem Vorderhaus (18./19. Jahrhundert) und von seiner
Nutzung geprägtem Rückgebäude (19./20 Jahrhundert)
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Schaffung einer öffentlichen Fußgängerpassage als
kürzeste Verbindung zwischen Parkhaus Überfuhrstraße
und der Innenstadt
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Aufteilung der beiden Gebäude in Läden und
Eigentumswohnungen mit hohem Wohnkomfort
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behutsamer Umgang mit der historischen Bausubstanz in enger
Absprache mit dem Landesamt für Denkmalpflege
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Um- & Ausbau nach baubiologischen & ökologischen
Prinzipien mit Niedrigenergiehaus-Standard
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Erhaltung der Innstadttypischen Fassade im Vorderhaus und
Bewahrung des industriellen Charakters des Rückgebäudes
Gebäudekonzept und Leitlinien
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Schaffung von Laden und Wohnungen mit hohem Wohnwert
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"Erlebnis" Hausgeschichte mit Spuren in jeder
Nutzungseinheit
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privater Freiraum für jede Wohneinheit trotz
hochverdichteter Altstadtlage
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"ökologische" Bauweise
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Ausführung durch lokale Betriebe mit regionalen Baustoffen
Umsetzung
Das Gebäude:
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jeweils Erschließungs- und Belichtungshof im Zentrum der
beiden Baukörper
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Aufteilung der Grundrisse: Im Erdgeschoss Vorderhaus
Passage und Abstellräume statt Ladennutzung wie bisher, im
Erdgeschoss Rückgebäude zwei Ladeneinheiten, in den
Obergeschossen Wohnungen mit Balkon, Loggia und/oder
Dachterasse
Ökologie:
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Nachhaltigkeit und Wohngesundheit der Baustoffe
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Erhalt der kompletten historischen Bausubstanz bestehend
aus Wänden aus Flußsteinen (EG) oder Handschlagziegeln (OG
- DG) und der Decken- und Dachkonstruktion aus handgebeiltem
Tannenholz
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hochwärmegedämmte Dachkonstruktion und Fassaden
(rückwärtig)
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Ziegel mit Kalkputz als bestimmender Wandbaustoff
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Massivholz als bestimmender Baustoff bei Decke, Dach und
Ausbau (Fenster, Fensterbretter, Treppen, Fußböden,
Terrassen)
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alle Holzoberflächen innen nur geölt
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hochwertige langlebige Materialien im Innenausbau
(Naturstein, Cotto etc.)
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Vermeidung ökologisch bedenklicher Materialien (PU-Schaum,
Styropor, Baukleber etc.)
geringer Grauenergieanteil der Materialien
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Recyclebarkeit der Materialien (keine Verbundwerkstoffe,
Verwendung von Zellulose-Dämmstoff etc.)
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Nachhaltigkeit und Wohngesundheit der Gebäudetechnik
Elektro:
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komplette Installation mit abgeschirmten Kabeln und Dosen
Heizung und Brauchwasser:
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zentrales Gas-Brennwertgerät
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Wärmeübertragung durch Bauteiltemperierung im EG und
Radiatoren mit hohem Strahlungsanteil in allen Wohnungen
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Kaminanschluß für Feststoffbrenner für jede Wohneinheit
Vorderfassade vor der Sanierung / Bild vergrößern
Vorderfassade nach der Sanierung / Bild vergrößern
Rückgebäude vor der Sanierung / Bild vergrößern
Rückgebäude nach der Sanierung / Bild vergrößern
Ansicht West, Schnitt durch Vorderhaus und
Passage / Bild vergrößern
Schnitt und Querschnitt durch das Rückgebäude
/ Bild vergrößern
Ansicht aus Süden und Norden / Bild vergrößern
Grundrisse der Etagen / Bild vergrößern
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