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Sanierungsplanung Grundlagen

Architekten Gerhard Knopp und Fritzpeter Schott:
Grundlagen der Sanierungsplanung in Wasserburg am Inn

Die Stadt Wasserburg am Inn wurde 1974, also verhältnismäßig früh nach dem Inkrafttreten des Städtebauförderungsgesetzes, in das Förderungsprogramm des Bundes und des Freistaates Bayern aufgenommen.

Der 1. Schritt für die Einleitung von Sanierungsmaßnahmen war die Durchführung von vorbereitenden Untersuchungen mit der Aufstellung eines Rahmenplanes, der als Grundlage für die Abgrenzung einiger förmlich festzulegender Sanierungsgebiete zu dienen hatte. Auf dieser Grundlage wurden dann später schrittweise Teilbebauungspläne aufgestellt und Planung für einzelne Projekte, wie z.B. für die Sanierung von Gebäuden, die Umgestaltung städtischer Freiräume und  Hochwasserschutz, erarbeitet.

Die vorbereitenden Untersuchungen wurden für den städtebaulichen Bereich von den Architekten Dipl.-Ing. Gerhard Knopp und Dipl.-Ing. Peter Schott, München, durchgeführt.

Rückblickend ist anzumerken, dass die vorbereitenden Untersuchungen mit dem Rahmenplan bzw. dem ersten Maßnahmenkonzept als eines der ersten Projekte in Bayern interdisziplinär durchgeführt wurden.

Von Beginn an wurden für die Verkehrskonzeption Herr Dipl.-Ing. Hans Billinger und für die Sozialplanung Herr Dipl.-Soz. Jochen Rahe seitens der Architekten im Auftrag der Stadt Wasserburg hinzugezogen. Später wurde dann der Landschaftsarchitekt Prof. Dipl.-Ing. Karl Kagerer mit der Planung des Hochwasserschutzes und seiner landschaftlichen und städtebaulichen Einbindung beauftragt.

Mit diesem Hinweis auf die für die Anfertigung eines Gesamtkonzeptes für die Revitalisierung des historischen Bereiches der Stadt Wasserburg hinzugezogenen Fachleuten bzw. Fachdiszi-plinen werden der Anlass und die Ziele der Untersuchungen ersichtlich.

Die historischen Gebäudestrukturen und das Stadtbild, die in ihrer Geschlossenheit die Altstadt zu einem Gesamtkunstwerk von europäischem Rang machen, waren zwar erhalten geblieben. Im großen und ganzen waren aber Teilbereiche der Auszehrung durch verfallende Bausubstanz, den übermäßigen Autoverkehr und unattraktive Freiräume preisgegeben. Die Bedeutung der Stadt als Mittelzentrum war gefährdet, umso mehr als durch die Gemeindegebietsreform von 1972 zentrale Einrichtungen verloren gegangen waren.

Bereiche mit schlechter bis sehr schlechter Bausubstanz

Mit zahlreichen Mängeln in den Gebäuden, wie z. B.

Die genannten Kriterien führten zu

Außerdem zeichnete sich für Wasserburg am Inn aufgrund des kleinen Einzugsbereiches, der Folgen der Gemeindegebietsreform, der Schwächen der verkehrlichen Anbindung, der „Insellage“ und der nachlassenden Wirtschaftskraft und der kulturellen Aktivitäten ein deutliches Absinken in einen „Dornröschenschlaf“ ab.

Die Initiativen der Stadtverwaltung setzten dieser negativen Entwicklung Schranken und leiteten eine Periode des Nachdenkens, der Konzepte und der Durchführung von Maßnahmen ein, die insgesamt zur Stärkung des Raumes Wasserburg (Stadtentwicklungsgutachten 1974, 1982 und 1992/93) und zu sichtbaren Ergebnissen – auch in der Einstellung der Bürger und der Stadtumlandgemeinden geführt hat.

Der abgewickelte Plan „Mängel und Konflikte“ zeigt nur exemplarisch die Ausgangslage 1974 auf.

Die beiden Pläne „Konzept“ und „Empfehlungen“ geben Hinweise für die „Therapie“, die zu bemerkenswerten Ergebnissen, nicht nur von regionaler Bedeutung geführt haben.

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und
Konflikte
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