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Städtebaulicher Rahmenplan

Architekt Klaus Immich:
Städtebaulicher Rahmenplan zur Sanierung der Altstadt

Auf der Grundlage der vorbereitenden Untersuchungen und des Verkehrskonzepts wurden zwischenzeitlich wichtige Voraussetzungen zur Sanierung der Altstadt geschaffen. Die Umgehung der Bundesstraße 304, das Parkhaus beim Bahnhof und die Zufahrtsrampe zur westlichen Altstadt sind fertiggestellt, zahlreiche Gebäude saniert, große Neubauvorhaben wie das Berufszentrum verwirklicht.

Es erschien am sinnvollsten, die Sanierungsziele in einem städtebaulichen Rahmenplan fortzuschreiben und gleichzeitig eine weitergehende Verkehrsentlastung der Altstadt vorzubereiten. Der Rahmenplan wurde nach Westen auf die gesamte Halbinsel ausgedehnt, um den für die Entwicklung der Innenstadt wichtigen Bahnhofsbereich und die Flächen westlich davon in die Planung mit einzubeziehen. Die wichtigsten Ergebnisse sind im abgebildeten Maßnahmenplan zusammengefasst.

Nach wie vor leidet die Altstadt unter der zu hohen Verkehrsbelastung. In Übereinstimmung mit dem Verkehrskonzept wurde nach Möglichkeiten gesucht, am Rand der Altstadt weitere Parkplätze zu schaffen. Während der von Westen kommende Verkehr in dem gegenwärtig noch nicht ganz ausgelasteten Parkhaus beim Bahnhof und Parkplätzen auf dem Bahnhofsgelände abgefangen werden kann, fehlt eine gleichwertige Möglichkeit für den Verkehr aus Süden. Im Rahmenplan wurde daher ein Standort für ein Parkhaus an der Kellerstraße auf der Südseite der Innbrücke vorgeschlagen. Glücklicherweise gelang es der Stadt, an dieser Stelle Grundstücke zu erwerben. Ein Parkhaus für 256 Stellplätze wird 1995 fertiggestellt sein.

Zusammen mit der Einführung beider Fahrtrichtungen in der Schmidzeile und den Parkmöglichkeiten in den Parkhäusern außerhalb der Altstadt werden die Voraussetzungen dafür geschaffen, weitere wertvolle Platzräume, wie die Herrengasse und den Marienplatz mit mehr Aufenthaltsqualitäten zu versehen.

Neben den Verkehrsproblemen, die leider immer Hauptthema bei der Sanierung von Altstädten sind, zeichnen sich im Falle von Wasserburg interessante Entwicklungsmöglichkeiten im Bahnhofsbereich und für die Flächen westlich davon ab. Trotz der Zufahrtsrampe bleiben für das Bahnhofsgelände alle Entwicklungsmöglichkeiten offen.

Aus städtebaulicher Sicht ist der Erhalt der Bahnlinie und eine Weiterführung nach Ebersberg und München wünschenswert. Für das Bahnhofsgelände wurden Planungsvarianten erarbeitet. Dabei zeigte sich, dass neben den Bahngleisen ein Busbahnhof mit Umsteigemöglichkeiten in den Zug möglich wäre.

Nach der von privater Hand durchgeführten umfangreichen Sanierungsmaßnahme an der Palmanoanlage, bei der altstadtnahe Wohnungen geschaffen wurden, zeichnet sich eine ähnlich wichtige Entwicklung auf dem Gelände des Greinbräus am westlichen Ende der Ledererzeile ab. Die Durchführung eines städtebaulichen Wettbewerbs für dieses Gelände wird zur Zeit vorbereitet.

Die Stadt muss große finanzielle Belastungen auf sich nehmen, um die Verkehrsprobleme in der Altstadt zu bewältigen. Neben dem Bau des Parkhauses an der Kellerstraße wird eine Neuordnung des Verkehrs in der Salzburger- und Rosenheimer Straße und auf dem Bahnhofsplatz erforderlich. Die weitere schrittweise Umgestaltung der historisch wertvollen Straßen und Plätze erfordert ebenfalls erhebliche Mittel. Es ist zu hoffen, dass das Städtebauförderungsprogramm auch in Zukunft die Stadt bei ihren Aufgaben unterstützen kann.

Miniatur-Vorschau Rahmenplan
Städtebaulicher Maßnahmenplan (PDF-Datei, ca. 254 KB)

Miniatur-Vorschau Rahmenplan Verkehr
Städtebaulicher Maßnahmenplan, Verkehrskonzept (PDF-Datei, ca. 242 KB)

Stadt Wasserburg