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02 - Adam-Gräf-Keller

Keller 02
Der Adam-Gräf-Keller (Keller 02) 
Färbergasse 9
Braustätte: Färbergasse 9, Restaurant Burgstube 

Durch den Gräf-Keller erfolgt heutzutage der Zugang zum Museum der Wasserburger Sommerbierkeller. Im Verlauf der Parkhauserweiterung 1999 wurden die vorderen 40 Meter des Kellers, sowie der Personalzugang und zwei Lüftungskamine abgebrochen.

Bierniederlage der Brauerei Grandauer

Auf Fotos, die vor 1998 aufgenommen wurden, ist noch der Eingang zur Bierniederlage der Brauerei Grandauer, Grafing zu sehen.

Im Bierkellermuseum

Der Eingang ins Museum - ganz unscheinbar links neben dem Parkhaus - erfolgt durch eine schmale und wärmeisolierende Tür. Vorbei an den schrägen Stahlverankerungen der Hangsicherung für das Parkhaus gelangt man durch den Vorkeller in den Empfangsraum des Museums, wo einige alte Holzfässer und weitere Brauerei-Utensilien bei dämmrigen Licht gleich etwas von der früheren Atmosphäre in den Kellern erahnen lassen. Dabei überrascht auch die für die Funktion der Keller so wichtige Kälte, die einen zunächst erschaudern und den Kragen hochstellen lässt. Für den Besuch von einer Dreiviertelstunde Dauer sollte sich der Besucher also im Sommer entsprechend wappnen!

Im Blick auf die hinter einer weiteren Holztür verborgenen tieferen Räume macht uns der Führer neugierig, doch biegen wir gleich rechts ab durch einen schmalen Gang, der erst im Zuge des Parkhausbaues durchgebrochen wurde, in den Gerbl-Keller.

Lüftungskamin
Der Lüftungskamin des Gräf-Kellers, erbaut 1819, abgebrochen im Jahr 2000

Laut der Stadtchronik kauften am 25. Juni 1785 Franz Lorenz Gerbl „und Konsorten“ für 60 Gulden den Grund zum Kellerbau. Auf diesem Gelände entstehen die zwei ältesten Wasserburger Sommerbierkeller. Als Eigentümer des östlich gelegenen Kellers erscheint in der unten abgebildeten Stadtkammerrechnung der mit “Konsorten“ gemeinte Brauer Gräf, dessen Brauerei als Gräfbräu im Stadtplan von 1813 in der Färbergasse belegt ist. 1819 genehmigte das kgl. Landgericht den Bau eines Lüftungskanals für die Keller der beiden Brauer Gerbl und Gräf.

Stadtkammerrechnung  

Transkription einer Stadtkammerrechnung der Stadt Wasserburg von 1785 :

Einnahm

An entlehnten geld , dann verkauften
Häusern und grundstückern

Adam graf, und Ferenzen gerbl beed bürgerl:
Bierbräu alhier hat man zu Erbauung
eines Merzen Kellers ausserhalb der Stadt ohnweit
der Innbruken einen orden grund ausgezeiget,
und demselben zu kauffen geben

um 60 Gulden: - Kreuzer: - Pfennig

Summa per Se!

Summa potiel heuer mehrer
Frei: Die Stadt “besitzt” in diesem Jahr mehr


 

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