Hochwasserschutz
Inn-Pegel Wasserburg
Pegelmessstelle Wasserburg an der Kellerstraße
Den aktuellen Pegelstand des Inns bei Wasserburg können
Sie auf den Internetseiten des Hochwassernachrichtendienstes
Bayern ersehen:
www.hnd.bayern.de
Mit einem Klick auf "Wasserburg" in der auf der Startseite
befindlichen Karte gelangt man zu den aktuellen Daten von
Wasserburg und aller anderen Pegel-Messstellen entlang des
Inns und seiner Zuflüsse. Ein nochmaliger Klick direkt auf
Wasserburg öffnet umfangreiche Informationen allein zu
dieser Messstelle. Unter anderem finden Sie dort Stammdaten,
Infos zum Wasserstand, zum Abfluss, eine Abflusstafel,
Hochwassermarken, Mittel- / Höchstwerte, Gebietsdaten,
Laufzeiten, eine Lagekarte und eine Jahrbuchseite.
Komplettiert wird das Angebot mit Lageberichten, Tabellen
und aktuellen Informationen rund um das Thema
Hochwasser.
Hochwasser – So können Sie sich selbst schützen
Rekord-Hochwasser im August 2005
Mit der Beachtung folgender Hinweise können Sie dazu
beitragen, sich auf eine Hochwassersituation
vorzubereiten bzw. diese besser durchzustehen.
Vor dem Hochwasser:
Bauvorsorge betreiben:
-
Hochwassergefährdete Stockwerke und Gebäudeteile
angepasst nutzen
-
Hochwasserverträgliche Baumaterialien verwenden
-
Versorgungseinrichtungen (Heizanlage, Strom, Wasser) unter
Berücksichtigung der Hochwassergefahr planen oder umbauen
Vorbereitende Maßnahmen treffen:
-
Schalbretter, wasserfeste Sperrholzplatten und Silikon zum
Abdichten ge-fährdeter Räume anschaffen Heizöltank
sichern (Verankerung oder Ballastierung gegen Aufschwimmen)
und Tanks verwenden, die für „Wasserdruck von außen“
geeignet sind (vgl. Merkblatt des bayerischen
Umweltministeriums)
-
Absperrmöglichkeiten von Leitungen vorbereiten
-
Gefährliche Stoffe oder Chemikalien rechtzeitig auslagern
-
Versorgung hilfebedürftiger oder kranker Personen planen
(z.B. durch „Evakuierung“ zu Verwandten oder Freunden
außerhalb der Gefahrenzone)
-
Evakuierung von Tieren planen/vorbereiten
-
Im Gefahrenfall können Festnetztelefon und auch
Mobilfunknetz ausfallen: Daher mit Nachbarn Not- und
Gefahrenzeichen absprechen
-
Alle Familienmitglieder über die getroffenen
Vorsorgemaßnahmen (v.a. Hauptschalter und Absperrventile,
richtiges Verhalten, Dokumentensicherung usw.) informieren
Mit allen Familienmitgliedern die Aufgabenverteilung im
Ernstfall absprechen
In Einzelfällen notwendig:
-
Lebensmittel- und Trinkwasservorrat anlegen
-
Netzunabhängiges Radio und ausreichend Reservebatterien
sicherstellen
-
Netzunabhängige Notbeleuchtung sicherstellen
-
Netzunabhängige Kochgelegenheit sicherstellen
-
Ersatztoilette“ planen
-
Notgepäck und Sicherung von Dokumenten vorbereiten
Wenn sich ein Hochwasser ankündigt:
-
Aktuelle Wettermeldungen und Hochwassernachrichten und
-warnungen über die Rundfunksender, die Videotexttafeln von
Fernsehsendern ihres Sendegebiets und ggf. Internet
verfolgen
-
Gefährdete Gewässer- und Uferbereiche verlassen,
Warnungen vor Vorabsenkungen von Talsperren und Stauanlagen
und künstlichen Hochwasserwellen beachten
-
Ggf. Mitbewohner oder Nachbarn, die gerade nicht vor Ort
sind, informieren
-
Getroffene Vorsorgemaßnahmen überprüfen und ergänzen
-
Wichtige Telefonnummern aktualisieren und griffbereit
halten
-
Gefährdete Räume leer räumen
-
Gefährdete Türen, Fenster, Abflussöffnungen usw.
abdichten
-
Heizungen und elektrische Geräte in bedrohten Räumen
sichern bzw. abschalten (Stromschlaggefahr entsteht bereits
bei Kondenswasser! Tiefkühltruhe berücksichtigen)
-
Hausentwässerungsanlagen und Rückstauklappen im Keller
überprüfen
Während des Hochwassers
Menschenleben vor Sachwerten:
-
Menschenrettung geht der Erhaltung von Sachwerten immer
vor!
-
Keine Rettungsversuche ohne Eigensicherung, rufen Sie
Hilfe!
-
Bei Gefahr von Überschwemmungen keinesfalls in Keller oder
Tiefgaragen gehen!
-
Kinder aus dem Überschwemmungsgebiet in Sicherheit
bringen!
-
Uferbereiche nicht betreten. Hier besteht Unterspülungs-
und Abbruchgefahr! Gleiches gilt für
überflutete/teilüberflutete Straßen: Absperrungen
beachten und Anweisungen der Gemeinde und Einsatzkräfte
unbedingt Folge leisten!
-
Auf Hochwasser führenden Gewässern nicht mit Privatbooten
„spazieren„ fahren (Wellenbildung und Gefahr von
Hindernissen)
Vorsicht bei Kraftfahrzeugen:
-
Keine überfluteten Straßen durchfahren! Dringt Wasser in
den Motorraum, droht erheblicher Schaden; die
Betriebstemperatur eines Katalysators liegt bei rund 700°C,
plötzliche Abkühlung kann zum Zerspringen des
Keramikkopfes führen
-
Steht das Fahrzeug bis zur Ölwanne oder über die Räder
im Wasser, keinesfalls starten, sondern abschleppen und in
Werkstatt überprüfen lassen
Nach dem Hochwasser:
-
Wasserreste und Schlamm entfernen, betroffene Räume jedoch
erst leer pumpen, wenn das Hochwasser abgeflossen und der
Grundwasserspiegel ausreichend gesunken ist (Gefahr durch
Auftrieb und Wasserdruck)
-
Fußbodenbeläge und Verkleidungen zur Kontrolle entfernen
oder öffnen
-
Betroffene Bereiche schnellstmöglich trocknen, um
Bauschäden, Schimmelpilzbefall oder anderen
Schädlingsbefall zu verhindern
-
Beschädigte Bausubstanz überprüfen lassen (Statik)
-
Vom Hochwasser betroffene elektrische Geräte und Anlagen
vor Inbetriebnahme vom Fachmann überprüfen lassen
-
Heizöltanks auf Schäden überprüfen
-
Feuerwehr verständigen, wenn Schadstoffe (z.B.
Pflanzenschutzmittel, Farben, Lacke, Reiniger, Heizöl)
freigesetzt wurden. Eigene Maßnahmen (Ölbindemittel) nur
in Absprache mit der Feuerwehr vornehmen.
-
Räume, in denen gearbeitet wird, gut belüften. Bei
freigesetzten Schadstoffen nicht Rauchen und offenes Feuer
vermeiden.
-
Obst, Gemüse oder Salat aus überschwemmten Gebieten nicht
verzehren
-
Bei dicken Ölschlammschichten in Gärten oder auf Feldern
das Landratsamt bzw. das Amt für Landwirtschaft
verständigen
-
Informationen zu möglichen Badeverboten beachten.
Ergänzende Hinweise:
Informationen zum Verhalten bei Hochwasser erhalten Sie
auch über folgende Internetadressen:
Spezielle Hinweise der Stadtverwaltung Wasserburg
Sammelplatz für den Evakuierungsfall
Falls eine Evakuierung aus bestimmten Stadtbereichen
erforderlich ist, sammeln sich die Betroffenen auf dem
Parkplatz Auf der Burg, soweit kein anderer Sammelplatz
angegeben wurde.
Sandsackausgabe
Sandsackausgabestellen sind in der Altstadt der Parkplatz
am Gries, für Bereiche südlich der Innbrücke der Bereich
an der Hauptschule am Klosterweg. Bitte beachten, dass eine
Hochwasserabwehr mit Sandsäcken im Fall einer
Vollüberflutung, ab bestimmten Wasserhöhen und
Wasserdrücken nicht sinnvoll sondern wertlos ist.
Information
Je nach Lage und Prognose entscheidet die Einsatzleitung,
ob im Rathaus, EG, Zimmer 02, eine Informationsstelle
eingerichtet wird. Diese Stelle informiert die
Öffentlichkeit soweit möglich persönlich und/oder durch
Aushang. Ist die Stelle eingerichtet, ist sie unter den
bekannten Telefonnummern 105-0 und 105-15 erreichbar.
Sperrungen
Über Sperrungen kann bezüglich Örtlichkeit und Zeitpunkt
nur im Einzelfall und unmittelbar entschieden werden. Eine
Vorhersage über mögliche oder kurz bevorstehende
Sperrungen ist nicht möglich. Bei extremem Hochwasser muss
mit einer Sperrung der Innbrücke auf jeden Fall gerechnet
werden.
Überflutungshöhen
Bei einer Vollüberflutung muss in der Altstadt und
südlich der Innbrücke mit folgenden Wassertiefen gerechnet
werden:
|
Bereich
|
Pegel bei 750
|
Pegel bei 830
|
|
Am Gries
|
1,09
|
2,21
|
|
Bahnhofsplatz
|
1,1
|
2,02
|
|
Heisererplatz
|
0,57
|
2,02
|
|
Herrengasse
|
0
|
1,32
|
|
Hofstatt
|
1,01
|
2,66
|
|
Im Hag
|
0,91
|
2,30
|
|
Kaspar-Aiblinger-Platz
|
0,26
|
2,02
|
|
Landwehrstraße (Realschule)
|
0,79
|
2,59
|
|
Landwehrstraße (Sportplatz)
|
1,27
|
3,29
|
|
Landwehrstraße (Bauhof)
|
0,53
|
2,68
|
|
Ledererzeile (östlich Schustergasse)
|
1,45
|
2,96
|
|
Ledererzeile (westlich Schustergasse)
|
1,58
|
3,01
|
|
Riedener Weg
|
2,48
|
3,12
|
|
Rosenheimer Straße
|
0,50
|
1,30 - 2,30
|
|
Tränkgasse
|
0
|
0,67
|
|
Überfuhrstraße
|
1,63
|
2,93
|
|
Rosenheimer Straße
|
1,81
|
3,15
|