Stadt Wasserburg am Inn

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Jakob-Beer-Keller

Im Niggl-Keller wenden wir uns nun scharf nach links, passieren einen kleinen früheren Kompressorraum und gelangen durch einen ziemlich engen Gang westwärts in den Beer-Keller. Wendet man sich nach rechts, erblickt man linkerhand ein Gerüst, von dem aus man nach Besteigen einen Blick in die 1,80 Meter hohen noch vorhandenen großen Gärbottiche werfen kann. Sie fassten 90 bzw. 186 Hektoliter. Rechter Hand ist an der Wand ein zersägter Metall-Gärbottich für 100 hl ausgestellt, der durch einen stark gewölbten Boden auffällt, welcher es ermöglichte, das Jungbier beim Ablassen lange von der Hefe zu trennen.

In der gewölbten Decke kann man das Türchen des heute hinterfüllten Personalganges sehen. 

1819 wurde dieser Keller als Keller des Jakob Beer 1773-1832 (auch Peer) erstmals erwähnt. Am 23. Dezember genehmigte das kgl. Landgericht Wasserburg den Bau eines Luftkanals auf „magistratischem Grund“ für den Peer-Bräu-Keller.

Das Entstehungsjahr des Kellers ist nicht bekannt.

Spätestens seit 1906 bewirtschaftete Christof Stechl III nun auch den Keller 07 als Gär- und Lagerkeller. 1928 wurde der zweistöckige Vorbau abgerissen und der Keller in den Neubau der Bruck-Bräu AG integriert. Er befand sich in deren Bestandsplan von 1971 und wurde als Gärkeller bis zur Betriebseinstellung am 30. September 1977 genutzt. Durch den Bau des Parkhauses wurden im vorderen Bereich ca. 30 Meter abgebrochen.

Stechl-Keller, Zeichnung 1917
Stechl-Keller, Zeichnung 1917